Ewenken

In Bildern: die 'Menschen des Rentiers' auch Weihnachten bedroht
18. Dezember 2012, Survival International

Jedes Weihnachten findet das Rentier seinen Weg auf Grußkarten, Pullover und in die Vorstellungskraft der Menschen. Doch für die indigene Bevölkerung des Nordens sind Rentiere nicht nur etwas für Weihnachten. Nach den Meldungen über das drastische Schrumpfen der größten Rentierherde der Welt und dem Erlass zur Schließung der Organisation RAIPON, die die Interessen der indigenen Bevölkerung Russlands vertritt, hat Survival eine Bildergalerie veröffentlicht, um die Schlüsselrolle des Rentieres für das Leben der indigenen Völker des Nordens zu verdeutlichen. ...

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Bewaffnete Männer haben die Büroräume einer sibirischen Indigenen-Gemeinde in Russland überfallen und zwei Männer an einen geheim gehaltenen Ort verschleppt. Nach mehreren Wochen gelang es einer der Geiseln einen Bekannten anzurufen. Er sagte, er wäre geprügelt und bedroht worden.
Die Büroräume der Dylacha-Kooperative wurden am 4. Oktober überfallen. Die Kooperative wird vom Ewenken-Volk aus Buryatia in Sibirien geleitet.
Zeugen gaben an, dass unbekannte Angreifer in die Räume von Dylacha stürmten und die Mitarbeiter mit Waffengewalt zusammentrieben, bevor sie die zwei Ewenken-Männer entführten. ...

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Meldung vom 8. September 2007

Moskauer Deutsche Zeitung

Wo gerodet wird, fliegen Späne

Während man vielerorts mit den unerwünschten Nebenwirkungen der gigantischen Wasserenergieprojekte aus Sowjetzeiten zu kämpfen hat, werden anderenorts ehemals eingefrorene Pläne nun wieder aufgetaut. So das Projekt des Ewenker Wasserkraftwerks, das in Russland das größte seiner Art werden soll. Umweltexperten warnen vor Auswirkungen für die Ökologie und die ansässige Bevölkerung.

Als vor bald 100 Jahren im Gebiet der Ewenken der so genannte Tunguska-Meteorit einschlug und die Welt mit einer Sprengkraft von mehr als dem 1000- fachen einer Atombombe erschütterte, kamen die Völker des Nordens mit dem Schrecken davon. Jetzt steht ihnen ein Einschnitt in die Lebensgrundlagen bevor, der schwer wiegender werden könnte: Ein geplantes Hydrogroßprojekt soll weite Flächen von Ewenkien überfluten, unter ande-rem die Hauptstadt Tura. Im Frühjahr hatte der Gouverneur des Krasnojarsker Landes Alexander Chloponin Präsident Putin das Projekt des Ewenker Wasserkraftwerks vorgestellt, das auf Pläne aus den 60er Jahren zurückgeht. Damals hieß es „Turuchansker Wasserkraftwerk“. Seine Errichtung wurde 1988 durch eine negative ökologische Expertise der Akademie der Wissenschaften und im weiteren durch den Zerfall der Sowjetunion verhindert. Nach Informationen der Nowaja Gaseta soll das Projekt noch bis zum Jahresende bewilligt werden, zumal es in die Strategie des Präsidenten passe, Russland zur Energiesupermacht aufzubauen. Nach Erkenntnissen der Nowaja Gaseta soll das zu erschließende Gebiet den alten Plänen entsprechen, wofür auch dessen Inspizierung durch Anatolij Tschubajs, den Leiter des halbstaatlichen Stromkonzerns EES Rossii, am 23. und 24. August spreche. Mit Oleg Deripaska baut Tschubajs in paritätischer Weise bereits ein anderes Wasserkraftwerk bei Bogutschansk, ebenfalls im Krasnojarsker Land...

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