Tuareg Informationsseite

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Orphans of the Sahara - Episode Eins / Orphans of the Sahara - Episode One

Erster Teil eines dreiteiligen Feature von Al Jazeera über die Geschichte der Tuareg unter Gaddafi und die Anfänge der Tuareg-Rebellion. Enthält Musik der Bands Bambino, Tamikrest und Terakaft.First part of a three-part Al-Jazeera feature on the history of the Tuareg and the beginnings of the Tuareg rebellion. Features music from Bombino, Tamikrest and Terakaft.

Orphans of the Sahara
 

 

Droht dem Niger ein neuer Krieg / Is War Brewing in Niger?

Englischer Artikel von Sophia Tewa im Vice Magzin: Is war brewing in Niger? Thema sind die Anschläge, die Aktivitäten der amerikanischen und französischen Armee im Niger, und die Verbindung zum Krieg in Mali.

Article by Sophia Tewa for Vice Magzin: Is war brewing in Niger? Its about the two suicide attacks, the activities of american and french soldiers in Niger, and the connection to the war in Mali.

 

 

Woodstock in Timbuktu - Der Film auf Kino-Tour / Woodstock in Timbuktu - The film on tour

"Woodstock in Timbuktu – die Kunst des Widerstands” ist ein Dokumentar­film über ein Musikfestival in der Sahara, das für den Erhalt der nomadi­schen Kultur eintritt. Im Januar 2011 fand das elfte internationale Festival au Désert in den Dü­nen vor Timbuktu (Mali) statt. Dazu eingeladen haben Tuareg oder besser gesagt Kel Tamaschek, wie sich die Sahara-Nomaden selbst nennen.

Drei Tage und Nächte bietet das Festival eine ideale Plattform für die Be­gegnung mit diesem legendären Wüstenvolk, das sich nicht erst in Zeiten der Globalisierung zum Widerstand aufgerufen fühlt. Seit Beginn der Kolo­nialzeit finden sich die Kel Tamaschek in einer politischen Landschaft wie­der, die ihre nomadische Lebensweise und damit den Fortbestand ihrer Jahrhunderte währenden Kultur gefährdet.

"Woodstock in Timbuktu – die Kunst des Widerstands” is a documentary film on a music festival in the Sahara. The "Festival au Désert" is about preserving the traditional culture of the nomadic tribes. In January 2011, the Tuareg or Kel Tamaschek (which is how they call themselves), had organized the festival for the 11th time.

For three days and three nights, the festival is an ideal platform for meeting up with this legendary desert people, who are rebelling against the surrounding political  landscape since the beginning of colonial times.

http://youtu.be/xppbOtvOqFQ

Aktuell sind die Kel Tamaschek in Malis Norden massiv bedroht. Es herrscht Krieg. Tausende Menschen befinden sich auf der Flucht.

“Gratulation an Bombino aus dem Niger! Er hat sich der Kalaschnikow ver­weigert und stattdessen zur Gitarre gegriffen!” Mit diesen Worten beginnt der Film nach einem Bühnenauftritt auf dem Festival.

Die Republik Mali ist ein Vielvölkerstaat, zählt zu den zehn ärmsten Län­dern der Welt und wurde wiederholt von bewaffneten Aufständen heimge­sucht. In diesem spannungsgeladenen Umfeld setzt sich das Festival au Désert für Völkerverständigung und dauerhaften Frieden ein.

Weitere Informationen, Termine und Tourstops auf der Homepage des Films

http://youtu.be/xppbOtvOqFQ

Right now, the Kel Tamaschek in the north of Mali are witnessing extreme threats. There is a war. Thousands of people are fleeing the country.

"Gratulations to Bombino from Niger! He said no to the Kalaschnikow and took his guitar instead!" With these words, the film begins.

The Republic of Mali is a state of many people, one of the ten poorest countries in the world, and repeatedly shaken by armed rebellions. In these troubled surroundings, the Festival au Désert fights for communication and peace.

Further information and tour dates on the films homepage

 

 

Die Zukunft des Azawad: die MNLA im Interview / The future of the Azawad : an interview with the MNLA

„Algerien lehnt die Unabhängigkeit des Azawad ab, obwohl es selbst einen Unabhängigkeitskrieg gegen Frankreich geführt hat. Genauso verhält es sich mit Niger. Die Terroristen kommen durch Niger, um uns anzugreifen“, erklärte Mahamadou Djéri Maiga, Vizepräsident der MNLA, während einer gestern Nachmittag in Paris stattfindenden Pressekonferenz, die von dem Europaabgeordneten und Mitglied der Grünen/EFA François Alfonsi organisiert worden war.

“Algeria opposes the independence of the Azawad even though they themselves have fought a war of independence against France. The same is true for Niger. The terrorists cross Niger in order to attack us”, stated Mahamadou Djéri Maiga, vice president of the MNLA, yesterday afternoon in Paris during a press conference organised by François Alfonsi, MEP and member of the Greens/EFA.

http://www.elwatan.com/international/avenir-de-l-azawad-le-mnla-s-interroge-25-04-2013-211545_112.php

http://www.elwatan.com/international/avenir-de-l-azawad-le-mnla-s-interroge-25-04-2013-211545_112.php

 

Die Tuareg-Rebellen widersetzen sich der Abrüstung und lehnen die für Juli geplanten Wahlen ab / Touareg rebels refuse to disarm and reject the elections planned for July

Die Autonomen der Azawad-Bewegung bestätigten am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Paris, dass sie einer Abrüstung widersprechen, was nach Auffassung der französischen Regierung die einzige Möglichkeit wäre, den Frieden in Mali zu sichern. Außerdem lehnen die Tuareg die nächste Präsidentschaftswahl ab.

On Wednesday, the autonomists of the Azawad movement affirmed during a press conference in Paris their refusal to disarm, which, according to France, would be the only way to bring peace to Mali. The Touareg equally reject the next presidential election.

Source : FRANCE 24  (text)

Quelle: FRANCE 24 (Text)

Entgegen den Forderungen der französischen Regierung widersetzt sich die MNLA (Nationale Bewegung für die Befreiung des Azawad) der Abrüstung. Die bewaffneten Rebellen der Tuareg in Mali wollen auch „nichts von den für Juli geplanten Wahlen hören, solange keine wirklichen Verhandlungen mit Bamako stattgefunden haben“, erklärte der Vizepräsident der Bewegung, Mahamadou Djéri Maiga am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Paris.

http://www.france24.com/fr/20130424-le-mnla-refuse-desarmer-rejette-elections-prevues-juillet?ns_campaign=highlights&ns_source=google_news&ns_mchannel=autopromo&ns_fee=0&ns_linkname=20130424_le_mnla_refuse_desarmer_rejette_elections

Contrary to France’s requests, the MNLA (National Movement for the Liberation of the Azawad) refuses to disarm. The armed Touareg rebels in Mali do not want to “hear about the planned elections in July” either, as long as “no real negotiations with Bamako have taken place”, declared the vice president of the movement, Mahamadou Djéri Maiga, on Wednesday during a press conference in Paris.

http://www.france24.com/fr/20130424-le-mnla-refuse-desarmer-rejette-elections-prevues-juillet?ns_campaign=highlights&ns_source=google_news&ns_mchannel=autopromo&ns_fee=0&ns_linkname=20130424_le_mnla_refuse_desarmer_rejette_elections

 

In Paris weist die MNLA ein Ende des Widerstandes gegen die Forderungen Frankreichs zurück: „Die Abrüstung der MNLA kommt nicht in Frage / In Paris, the MNLA refuses to end its resistance to France’s requests: “Disarmament of the MNLA is out of the question”

Am gestrigen Mittwoch erklärte der Vizepräsident der MNLA, Mahamadou Djéri Maiga, im Rahmen einer Pressekonferenz in Paris, dass „eine Abrüstung nicht in Frage käme“ und die MNLA „nichts von Wahlen wissen wolle, solange keine wirklichen Verhandlungen mit Bamako stattgefunden haben“.

Yesterday the vice president of the MNLA, Mahamadou Djéri Maiga, stated during a press conference in Paris that “disarmament is out of the question” and that the MNLA “does not want to hear about elections until real negotiations with Bamako have taken place”.

„Frankreich kennt unsere Position. Wir werden die Abrüstung nicht akzeptieren, solange es keinen Konsens zwischen der malischen Regierung und uns gibt. Wir müssen abwarten, was wir morgen erreichen werden und wer uns das garantieren wird. Frankreich lenkt Mali. Man muss Druck auf Bamako ausüben“, erklärte Maiga. Außerdem sagte er, dass es eine gute Lösung wäre, wenn Mali Azawad als Bundesstaat akzeptieren würde. 

http://www.siwel.info/A-paris-le-MNLA-oppose-une-fin-de-non-recevoir-aux-exigences-francaises-Le-desarmement-du-MNLA-il-n-en-est-pas_a4924.html

“France knows our position. We will not accept disarmament as long as there is no consent between the Malian government and us. We will have to wait and see what we can achieve tomorrow and who will be able to guarantee what we ask for. France directs Mali. They have to put pressure on Bamako”, declared Maiga. He also stated that “if Mali accepts Azawad as federal state, this would be a good solution”.

http://www.siwel.info/A-paris-le-MNLA-oppose-une-fin-de-non-recevoir-aux-exigences-francaises-Le-desarmement-du-MNLA-il-n-en-est-pas_a4924.html

 

Die malische Armee beschwört einen ethnischen Konflikt herauf und vernichtet jegliche Aussicht auf eine Rückkehr zu dauerhaftem Frieden.

Die betroffenen Völker sind inzwischen abgekämpft, geschwächt und ausgelaugt von der Unzahl der Verbrechen der malischen Streitkräfte, die diese im Schutze der absoluten Gleichgültigkeit der französischen Regierung zusammen mit deren Soldaten unter dem Deckmantel der Operation Serval begehen.

Während die Bevölkerung nach der Flucht der Jihadisten wieder Hoffnung geschöpft hatte, richtet sich die von Frankreich unterstützte und von der EU mithilfe von Milliarden von CFA-Francs ausgebildete malische Armee brutal gegen die aus Arabern und Tuaregs bestehende Zivilbevölkerung in den Regionen Timbuktu und Gao. Nicht ein einziger Tag vergeht, ohne dass die Liste der erniedrigten, getöteten, entführten, ausgeplünderten, gefolterten und misshandelten Personen länger wird.

Die bisherige Bilanz, obwohl schon mehrfach aktualisiert, ist noch nicht abgeschlossen. Die Liste muss regelmäßig erweitert werden, da die Verbrechen kein Ende nehmen.

10. März 2013 – Gossi

Oberst Major Didier Dackouo feiert mit großem Aufwand im Beisein des Bürgermeisters Mossa Ag Almouner und Oberst Christian von der Operation Serval die Befreiung von Gossi. Danach startet eine Patrouille der malischen Armee (100 Soldaten und Milizionäre) in Richtung Rharous weiter nördlich am Ufer des Niger. Das Durchkämmen eines 160 km umfassenden Gebietes beginnt.

12. März 2013 – Tin-Tadeiné

Die Patrouille übernachtet im Dorf Tin-Tadeiné zwischen Gossi und Gourma Rharous. Sie wurden von den Einwohnern in diesem hauptsächlich von sesshaften Nomaden bewohnten Gebiet freundlich empfangen. Anfangs war die Bevölkerung sehr froh, die Sicherheitskräfte wieder zu sehen. Ihre Freude war allerdings von kurzer Dauer.

Nachdem die Patrouille alle Einwohner versammelt hat, beginnt eine systematische Durchsuchung und eine Schlägerei, woraufhin etwa zehn Personen festgenommen werden, hellhäutige sowie schwarze Peul und Tuareg. Diese werden geschlagen und öffentlich misshandelt. Darauf folgt die systematische Plünderung aller Häuser und Geschäfte.

Hier folgen einige nachgewiesene Ereignisse aus Tin-Tadeiné:

  • Personen wurden durchsucht und alles in ihrem Besitz befindliche Geld wurde entwendet.
  • Ein Ochse aus dem Besitz des Marabou Scheich Majdoudine wurde gestohlen und geschlachtet.
  • Sämtliche Reis- und Buttervorräte des Dorfes wurden entwendet (geschätzte 20 Tonnen Reis und fast 1000 Liter Butter).
  • Alle Getreidespeicher wurden geleert, der Inhalt auf den Boden geschüttet oder verbrannt (ca. 90 Tonnen Getreide, hauptsächlich Hirse).
  • Das Fahrzeug eines Fahrers, der Waren zwischen Gossi und Rharous transportierte, wurde verbrannt.

Nachdem sie all diese Verbrechen begangen hatte, wandte sich die Patrouille in Richtung Gourma Rharous und nahm ihre Gefangenen mit, darunter etwa zehn Peul, deren Namen uns nicht bekannt sind.

1. Gefolterte und zum Sterben zurückgelassene Personen:

  • Ag Mohamed Ag Itahwahtane
  • Ag Almostapha
  • Hamatene Ag Balahi
  • Mohamed Ag Itahwahtane
  • Sibba Ag Amarizagh
  • Ag Loqman

2. Gefangene und vermutlich verstorbene Personen:

  • Karwaye Ag Tawala
  • Abdorahmane Ag Mohamed Ali
  • Oumar Ag Ak Hati
  • Nach unseren Informationen erlag ein Gefangener in Gossi seinen Verletzungen aufgrund von Folterung und Misshandlung.

13. März 2013 – Brunnen von Tin-Ahara und Gourma Rharous

Auf dem Weg nach Rharous kommt die Patrouille in Tin-Ahara (30 km von Rharous gelegen) vorbei. Hier spielt sich dieselbe Szene ab wie in Tin-Tadeiné (Demütigung, Schikane, Totschlag, Verhaftungen, Plünderung und Zerstörung), und die malischen Streitkräfte erniedrigen und misshandeln alle Menschen, die sich am Brunnen befinden (etwa zehn). Drei Jugendliche, zwei Tuaregs und ein Araber – Ould B’baw, werden fürchterlich gefoltert.
In Rharous nimmt die Patrouille zwei weitere Personen gefangen, einer davon ein Araber, der andere der Dekan Ahmadante Ag Borio, ein in der ganzen Gegend bekannter Lehrer, der seit 1961 unterrichtet hat.

14. März 2013 – Brunnen von H’mid

Danach setzt die Patrouille ihren Weg in Richtung des Brunnens von H’mid fort, wo die malischen Soldaten wiederum alle Menschen, die sie dort vorfinden, misshandeln und erniedrigen. Genaue Details über die begangenen Handlungen liegen uns nicht vor.

15. März 2013 – Gemeinde Banikane

Die Patrouille stationiert Soldaten in Banikane, dem Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Dort senden die Soldaten eine Nachricht an die gesamte örtliche Bevölkerung und stellen folgende Forderungen: (1) Auslieferung der Waffen, (2) Zahlung in Naturalien (Fleisch und Getreide) im Rahmen der vorgeschriebenen Gastfreundschaft (Anm. d. Übers.: bei den Tuaregs gilt das Gesetz der Gastfreundschaft -„amadjarou“- welche hier allerdings missbräuchlich erzwungen wird), (3) Zahlung einer Geldsumme in Form von Steuern.

Danach kommt die Patrouille durch das von Tuaregs und Songhais bewohnte Tekane-Kan’te in Gourma de Bamba, wo es unter anderem zu zahlreichen Festnahmen kommt. Insgesamt werden ca. 40 Personen festgenommen und gefoltert, ebenso ein großer Teil derer, die der Patrouille unterwegs begegnen. Des Weiteren werden Güter gestohlen.

Dann kommt die Patrouille auf dem Weg nach Gossi durch In-Ghargharane, bevor sie im Gebiet d’Oufare übernachtet. In In-Ghargharane spielt sich dieselbe Szene ab wie überall zuvor (Misshandlung, Folter und Diebstahl), außerdem werden drei Nomaden des Ifoghas-Stammes festgenommen. Am folgenden Tag ziehen die Soldaten weiter in Richtung Gossi. Unterwegs lassen sie eine bisher noch nicht identifizierte Leiche zurück.

16. März 2013 – Gossi

Zurück in Gossi lässt die Patrouille auf Druck „gewisser“ Autoritäten einige Gefangene frei, darunter Oumar Ag Akhati und Karwaye Ag Tawala, beide in sehr schlechtem gesundheitlichen Zustand, nachdem sie seit dem 12. März 2013 misshandelt worden waren. Als Journalisten sie zu den Folterungen interviewen wollen, die sie über sich ergehen lassen mussten, werden sie sofort wieder festgenommen, um sie daran zu hindern, ihre Leidensgeschichte zu erzählen.

17. März 2013 – Gossi / Gao

Die von der Patrouille festgehaltenen Personen werden nach Gao gebracht, um sie wie Kriegsgefangene dem Oberst Didier Dackouo vorzuführen, der zusammen mit Colonel Christian von der Operation Serval den Militäroperationen in der Region Gao vorsteht.

19. – 20. März 2013 – Gossi

Drei der zahlreichen Gefangenen, die nach Gossi gebracht wurden, werden in den Kreis Yorosso im Süden Malis verlegt:

  • Mohamed Ag Inelagh,
  • Mohamed Ahmadou
  • Fatha Ag Oyé

Südlich von Gossi werden sieben Schäfer entführt, deren Angehörige seither nichts über ihren Verbleib wissen.

Hinrichtungen:

  • Vier Araber werden hingerichtet, einer von ihnen in Boni, die anderen drei in Hombori.
  • In In Azar, ca. 100 km östlich von Gao, verbrennt Baba Ahmed Ould Nouejam in seinem Fahrzeug zusammen mit seiner Frau und seinen vier Kindern.
  • In Ahina wird Bahra Ould zusammen mit drei anderen Personen getötet.

21. März 2013

Folgende Zivilpersonen werden in Oussaga, 80 km von Gao entfernt in Richtung Intillit, gefangen genommen:

  • Inghaich Ag Mbarek (Leiter der Fraktion Inherane)
  • Indouch Ag Akeratane
  • Albakaye Ag Intazibite
  • Aloumadj

Anm.: Besonders dringender Handlungsbedarf besteht in Bezug auf das Schicksal von sechs Schäfern des Stammes Kel Aghazaf, die vor einem Monat auf dem Markt von Léré entführt, nach Timbuktu gebracht und dort aufs Grausamste gefoltert wurden, bevor sie dann wieder nach Bamako zurück gebracht wurden, wo sie seither im Lager I im Ausbildungszentrum der Gendarmerie festgehalten werden. All ihre Besitztümer, ihr Geld und ihr Vieh wurde von den Soldaten, die sie mitten auf dem Markt gefangen genommen haben, gestohlen.

Abschließend lässt sich sagen, dass diese Patrouille allem Anschein nach einem höheren malischen Offizier untersteht, nämlich dem Oberst Didier Dakouo. Oberst Christian von der Operation Serval ist über sämtliche Handlungen dieser Patrouille ebenfalls genauestens informiert.

Diese Hinrichtungen von Personen aufgrund ihrer Hautfarbe und iher ethnischen Herkunft, die Folterungen, Entführungen, Plünderungen und Zerstörungen von Eigentum sind Kriegsverbrechen und Vergehen gegen die Menschlichkeit.

Die französische Regierung hat sich an die Seite eines gescheiterten Staates gestellt und ihre Armee ohne die Zustimmung der internationalen Gemeinschaft einer illegalen und illegitimen Regierung zur Verfügung gestellt. Sollten jetzt nicht schnellstens dringende und wirksame Maßnahmen ergriffen werden, trägt Frankreich die Verantwortung für die Verbrechen der malischen Armee. Der malische Präsident, seine Regierung und die malische Militärhierarchie müssen sich vor dem internationalen Gerichtshof behaupten.

Bitte sprechen Sie sich öffentlich gegen die Verbrechen aus, die die malische Armee unter dem Deckmantel der Operation Serval begeht!

21. März 2013

Für die Koordination der Verantwortlichen im Azawad

Habaye Ag Mohamed
Sprecher

 

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Interview mit Moussa Ag Assarid / Interview with Moussa Ag Assarid

Artikel auf orf.at: Ein Rebell erklärt die Fronten - Der Kampf um Azawad. Tuareg-Autor Moussa Ag Assarid spricht über die Situation im Norden Malis. Die Armee der Tuareg MNLA macht seinen Angaben nach keine gemeinsame Sache mit den Islamisten und das militärische Engagement Frankreichs habe eigentlich die Kontrolle der Uranvorkommen zum Ziel.

Artikel on orf.at: Ein Rebell erklärt die Fronten - Der Kampf um Azawad. Tuareg author Moussa Ag Assarid speaks on the situation in Northern Mali. He says the Tuareg army MNLA is not cooperating with islamists and that the military engagement of France is connected to their want for Uranium in the region.

 

 

13. und 14. März 2013: die malische Armee mordet, verhaftet und lässt Menschen verschwinden / Malian Army is kidnapping, killing and letting civilians disappear

 (Toumast Press, Freitag, 15. März 2013, 18.28 Uhr) Am Mittwoch, 13. März 2013, eröffnete die malische Armee das Feuer auf ein Tuareglager in der Nähe von Djebock in der Region Gao. Uns wurde gemeldet, dass es Tote und Verletzte gab, deren Zahl wir bisher noch nicht haben feststellen können.

(Toumast Press, Freitag, 15. März 2013, 18.28 Uhr) On Thursday, March 13th 2013, the Malian Army opened fire on a Tuareg camp in the vicinity of Djebock in the Gao region. We have received reports that there have been death and injured, the exakt number we have not yet been able to verify.

Dieselbe malische Einheit hatte einige Stunden zuvor auf ein Fahrzeug in der Stadt Djebock geschossen. Der Fahrer, ein Tuareg, den wir nicht identifizieren konnten, war sofort tot. Seine Frau und sein Kind, die mit ihm im Wagen waren, wurden schwer verletzt. Wieder einmal scheint die grundlose Gewalt nur darauf zurückzuführen zu sein, dass die Opfer Tuareg sind.

Am selben Tag nahm die malische Armee in Tin-Tedeine in der Region Timbuktu fünf Personen fest. Alle Opfer waren Zivilisten, die keinerlei Verbindung zu politischen oder bewaffneten Bewegungen hatten. Bis jetzt wissen wir nicht, was mit ihnen geschehen ist. Die Namen der fünf verhafteten Personen lauten:

  1. Omar Ag Aghati
  2. Abdourahman Ag Almoustapha
  3. Mohamed Ag Ballaly
  4. Abdourahmane Ag Mohamed Aly
  5. Aboubacrene Ag Tawala

Am folgenden Tag, Donnerstag, 14. März 2013, entführte die malische Armee drei Personen in Rharous (Tagharouste). Alle drei Personen waren Zivilisten ohne jegliche politische Interessen. Die einzige Person, die wir bisher identifizieren konnten, ist Ahmadane Ag Borie, dessen Hauptbeschäftigung Lehrer ist. Bei den anderen beiden Personen handelt es sich um einen Araber und einen Songhai. Auch hier wissen wir bis jetzt nicht, was mit ihnen geschehen ist.

Ebenfalls gestern wurden in der Kleinstadt Bamba im Kreis Bourem in der Region Gao drei Personen von der malischen Armee entführt. Sie sind alle drei Zivilisten, Tuaregs und ohne jegliche politische Interessen. Sie wurden am Abend von malischen Soldaten heimgesucht. Ihre Familien haben keinerlei Informationen über ihren Verbleib. Die Namen der vermissten Personen lauten:

  1. Hakkom Ag Mohamed Attaher
  2. Inkona Ag Ismaguil
  3. Aboubakren Ag Issouf

All diese Vorfälle haben sich am selben Tag ereignet, an dem malische Abgesandte vergeblich versuchten, Flüchtlinge aus Burkina Faso zurückzuholen, die zum großen Teil aus den Regionen stammten, in denen die Armee ihre Verbrechen begangen hat.

[Französisches Original]

(english translation coming soon)

[French Original]

 

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Laut UNCHR fürchten Mali-Flüchtlinge die Rückkehr nach Hause / UNCHR says Malians are Fearful of going home

Artikel von VoiceOfAmerica: UNHCR Says Malian Refugees Fearful of Going Home. Mehr als 430.000 Malier wurden vom Konflikt aus ihrer Heimat vertrieben. Sie haben nach den Ereignissen im Norden Angst, wieder nach Hause zurückzukehren.

Article by VoiceOfAmerica: UNHCR Says Malian Refugees Fearful of Going Home. More than 430.000 Malians have been uprooted from their homes by the conflict. After the occurances in the north, they fear going home.

 

Presseerklärung Human Rights Watch zum dringenden Schutz der Bevölkerung im Norden / Human Rights Watch: International Partners Should Address Urgent Protection Needs in North

Eine Presseerklärung des Human Rights Watch. Die Übergriffe malischer Soldaten auf mögliche islamische Rebellen und Kollaborateure im Norden nehmen zu. Es kommt zu Folter, Massenhinrichtungen und Verschleppungen.

A Human Rights Watch Press Release: The Malian government should urgently investigate and prosecute soldiers responsible for torture, summary executions, and enforced disappearances of suspected Islamist rebels and alleged collaborators since the fighting in northern Mali resumed in January 2013.

Mali: Prosecute Soldiers for Abuses

International Partners Should Address Urgent Protection Needs in North

The Malian government should urgently investigate and prosecute soldiers responsible for torture, summary executions, and enforced disappearances of suspected Islamist rebels and alleged collaborators since the fighting in northern Mali resumed in January 2013, Human Rights Watch said today. Mali’s international partners should bolster accountability efforts and civilian protection in the north to help prevent further abuses.

Human Rights Watch investigations since the French-led offensive in January helped the Malian army to retake most of the north found that government soldiers appeared to be targeting members of the Peuhl, Tuareg, and Arab ethnic groups in the Timbuktu, Douentza, Gao, Sévaré, Boni, and Konna areas. The soldiers accused members of these communities of supporting the armed Islamist groups that had earlier occupied the areas.

“The Malian government needs to act now to put a stop to these abuses by their soldiers and appropriately punish those responsible,” said Corinne Dufka, senior West Africa researcher at Human Rights Watch. “Restoring security in the north means providing protection for everybody, regardless of their ethnicity.”

Witnesses to recent abuses told Human Rights Watch both in Mali and by phone that government soldiers tortured two men, summarily executed two, and forcibly disappeared at least six others. Human Rights Watch had earlier documented the summary execution of at least 13 men and enforced disappearance of five others by government soldiers from Sévaré and in Konna during January 2013.

Extrajudicial Executions, Forced Disappearance, and Torture by Malian Soldiers

Several witnesses from a small village south of Boni (93 kilometers from Douentza) told Human Rights Watch that on February 9 at about 11 a.m., Malian soldiers patrolling the area detained two young ethnic Peuhl men whom they accused of being fighters for the MUJAO, an armed Islamist group. The witnesses said that the soldiers seemed to have been looking specifically for the two men, who were in their 20’s.

The soldiers forced the men into an army vehicle and drove them to the outskirts of the village, where they were still visible to villagers. Some minutes later, villagers heard several gunshots. Two witnesses went to a deep crevice in front of where the army truck had parked; they said that the odor of decomposing remains could be detected. The two men have not been heard from since.

In the Abaradjou neighborhood of Timbuktu on February 14, Malian soldiers detained four Arab men and a Songhai man, who have been missing ever since and are feared forcibly disappeared, relatives and neighbors told Human Rights Watch. Military and gendarme officials told Human Rights Watch on February 18 that they did not detain the five men. International law defines an enforced disappearance as the arrest or detention of a person by government officials or their agents followed by a refusal to acknowledge the deprivation of liberty, or to reveal the person’s fate or whereabouts.

One family member told Human Rights Watch: “The soldiers broke down the door and smashed and kicked around the house, destroying a lot of things. One of the men grabbed my relative and took him away…. He is a merchant…. Everyone knows he has nothing to do with the Jihadists. If he did, wouldn’t he have fled long ago?”

A woman who lives nearby said that the Songhai man was a neighbor who tried to speak up for one of the Arab men and who was similarly thrown into the back of the soldiers’ pickup truck: “When he saw him [the Arab man] being detained, he said, ‘No…he was never involved with those people, leave him.’ Instead, the soldiers threw him into the back of their pickup.”

Another relative said, “All we want is a sign that he is alive…. One phone call so I can hear his voice.”

The men feared “disappeared” are Ali Ould Mohamed Kobad, 65; Danna Ould Dahama, 38; Mohamaed Ould Dahama, 40; Maouloud Fassoukoye, 40; and Mohamed Oud Sidi Ali, 68.

Family members of a 50-year-old Peuhl man detained on January 22 by soldiers in Douentza described their futile efforts to find him: “Every time we go to the military in Douentza they tell us he is not there, that we should look for him in Sévaré. When our family goes to the camp in Sévaré they say they’ve never heard of him. We don’t know if he is dead or alive; what we do know is that it is the soldiers who took him from us.”

Residents of other towns described two cases of torture. In early February, shortly after Islamist rebels attacked a local military outpost, soldiers allegedly detained a 43-year-old Tuareg man at a checkpoint. He was taken to a building adjacent to the checkpoint and severely beaten, burned on his abdomen and genitals with cigarettes, partially strangled, and then forced to ingest through his nose a toxic substance that severely burned his esophagus.

A Peuhl man held for one week in early February by the military in Douentza was allegedly burned with candles and cigarettes and severely beaten. His wife told Human Rights Watch: “We didn’t know where he was for a week. When he returned he told me he’d been held by the soldiers in Douentza…when he took off his shirt I saw that his back was full of terrible burns and wounds.” A friend of his added: “He said he was detained in a room with many others and that they took them out one by one to question them until they got the information they wanted. He was in bad shape.” The victim has since fled to Burkina Faso.

Five other men, whose detentions by soldiers in Sévaré, Konna, and around Konna were earlier documented by Human Rights Watch, remain disappeared.

“All officials need to act in accordance with human rights law if security and law and order are to be restored to areas recently recovered by the government,” Dufka said. “This means providing basic due process rights for anyone taken into custody, and making sure they are treated humanely. Commanders who fail to stop abuses by their troops can themselves be prosecuted.”

Exodus of Tuareg and Arab Populations

The resumption of hostilities in the north in January was accompanied by an exodus of about 22,000 Malian civilians, the vast majority ethnic Tuareg and Arabs, who are believed to have fled the area out of fear of reprisals by the army and, to a lesser extent, by civilians. Civilians from numerous villages said their towns and villages were now “practically empty” of Tuaregs and Arabs.

Tuareg and Arab civilians who have remained in Mali told Human Rights Watch that they were terrified of being detained and abused under suspicion of having supported armed Islamist groups. One Tuareg woman in Timbuktu told Human Rights Watch: “I go to work, I come back but don’t dare to go out. I feel like a prisoner in my own country.” Another said: “I am fearful for my family. When in the street, I hear people saying they want to rid Timbuktu of us…only a few of us remain…but who knows for how long.”

Several other Arab civilians told Human Rights Watch they wanted to leave, but fear being stopped and detained at military checkpoints along the way. One Arab man described being “too afraid to stay, but too afraid to leave.” An Arab man who said his father was forcibly disappeared by the Malian army said he wanted to evacuate all remaining members of his family but, “I don’t know how to do it…I’m afraid for them to move.”

Civilian Protection Gap

The military offensive to recapture the north took place within a context of dangerously elevated ethnic tensions, Human Rights Watch said. The state institutions that could mitigate, respond to, and ultimately prevent violence – the police, gendarmes, the judiciary – withdrew in early 2012, when the north fell to the armed Islamist groups. Mali’s civil servants have only recently begun to return. Plans by United Nations agencies, the European Union, and the African Union to provide human rights training to the military and deploy human rights monitors and possibly peacekeepers may eventually improve civilian protection. But they do not address the pressing security vacuum and protection needs.

The public information campaign started by the government, religious leaders, and community groups is an important measure to address ethnic tensions, Human Rights Watch said. The government should increase the reach of this important program, including the “Recotrad du Nord” (Network of Traditional Communicators from the North, Réseau des Communicateurs Traditionnels du Nord). To address abuses by the military and address urgent civilian protection needs within the current security vacuum, Human Rights Watch also recommends the following:

Recommendations

To the Malian government:

  • Ensure that everyone taken into custody during military operations is treated humanely, is promptly brought before a judicial authority to ensure the legality of their detention, and is able to contact their families.
  • Investigate and prosecute in accordance with international fair trial standards members of the security forces implicated in recent serious abuses regardless of position or rank – including those liable under command responsibility for their failure to prevent or prosecute these crimes.
  • Accelerate redeployment of police, gendarmes, and Justice Ministry personnel to towns and villages in the north.
  • Establish a 24-hour telephone hotline, staffed by relevant Malian authorities and personnel from the African-led International Support Mission to Mali (AFISMA) for victims and witnesses to report complaints about violations, including by members of the security services.
  • Ensure effective and rapid communication between hotline staff and Malian authorities mandated with civilian protection as well as AFISMA personnel.
  • Direct the Malian National Human Rights Commission to monitor and report on hate speech that incites ethnic violence. For instance, an article published on February 4, 2013, in L’Express de Bamako (“La liste des membres du MNLA: Des traitres à abattre pour la République,” List of MNLA members: Traitors to kill in the name of the Republic) contained language that could be considered incitement to violence.

To the United Nations, African Union, and Economic Community of West African States (ECOWAS):

  • Call upon the government to conduct prompt, credible investigations into allegations of killings, enforced disappearances, and other abuses by Malian armed forces.
  • Urgently deploy countrywide, international human rights monitors from the United Nations, African Union, and ECOWAS to document current and past abuses and visit places of detention.

To the French government, African-led International Support Mission to Mali (AFISMA), and European Union:

  • Increase the presence of French and AFISMA troops alongside patrols by the Malian army to deter abuses against civilians.
  • Carry out any redeployment of French and AFISMA troops in ways that do not leave civilians at unnecessary risk of abuses.
  • Incorporate in the EU Training Mission (EUTM Mali) mandated to train and advise the Malian military a meaningful mentoring component that would place instructors in the field alongside Malian forces.

For more Human Rights Watch reporting on Mali, please visit:

http://www.hrw.org/africa/mali

For more information, please contact:
In Washington, DC, Corinne Dufka (English, French): +1-202-612-4348; or +1-301-852-9972 (mobile); or dufkac [at] hrw [dot] org
In New York, Philippe Bolopion (English, French): +1-212-216-1276; or +1-917-734-3201 (mobile); or bolopion [at] hrw [dot] org
In Paris, Jean-Marie Fardeau (French, English, Portuguese): +33-6-45-85-24-87 (mobile); or fardeaj [at] hrw [dot] org

Corinne DUFKA
Human Rights Watch
Senior Researcher - West Africa
1 202 612 4348
1 301 852 9972
dufkac [at] hrw [dot] org

 

Mali: Prosecute Soldiers for Abuses

International Partners Should Address Urgent Protection Needs in North

The Malian government should urgently investigate and prosecute soldiers responsible for torture, summary executions, and enforced disappearances of suspected Islamist rebels and alleged collaborators since the fighting in northern Mali resumed in January 2013, Human Rights Watch said today. Mali’s international partners should bolster accountability efforts and civilian protection in the north to help prevent further abuses.

Human Rights Watch investigations since the French-led offensive in January helped the Malian army to retake most of the north found that government soldiers appeared to be targeting members of the Peuhl, Tuareg, and Arab ethnic groups in the Timbuktu, Douentza, Gao, Sévaré, Boni, and Konna areas. The soldiers accused members of these communities of supporting the armed Islamist groups that had earlier occupied the areas.

“The Malian government needs to act now to put a stop to these abuses by their soldiers and appropriately punish those responsible,” said Corinne Dufka, senior West Africa researcher at Human Rights Watch. “Restoring security in the north means providing protection for everybody, regardless of their ethnicity.”

Witnesses to recent abuses told Human Rights Watch both in Mali and by phone that government soldiers tortured two men, summarily executed two, and forcibly disappeared at least six others. Human Rights Watch had earlier documented the summary execution of at least 13 men and enforced disappearance of five others by government soldiers from Sévaré and in Konna during January 2013.

Extrajudicial Executions, Forced Disappearance, and Torture by Malian Soldiers

Several witnesses from a small village south of Boni (93 kilometers from Douentza) told Human Rights Watch that on February 9 at about 11 a.m., Malian soldiers patrolling the area detained two young ethnic Peuhl men whom they accused of being fighters for the MUJAO, an armed Islamist group. The witnesses said that the soldiers seemed to have been looking specifically for the two men, who were in their 20’s.

The soldiers forced the men into an army vehicle and drove them to the outskirts of the village, where they were still visible to villagers. Some minutes later, villagers heard several gunshots. Two witnesses went to a deep crevice in front of where the army truck had parked; they said that the odor of decomposing remains could be detected. The two men have not been heard from since.

In the Abaradjou neighborhood of Timbuktu on February 14, Malian soldiers detained four Arab men and a Songhai man, who have been missing ever since and are feared forcibly disappeared, relatives and neighbors told Human Rights Watch. Military and gendarme officials told Human Rights Watch on February 18 that they did not detain the five men. International law defines an enforced disappearance as the arrest or detention of a person by government officials or their agents followed by a refusal to acknowledge the deprivation of liberty, or to reveal the person’s fate or whereabouts.

One family member told Human Rights Watch: “The soldiers broke down the door and smashed and kicked around the house, destroying a lot of things. One of the men grabbed my relative and took him away…. He is a merchant…. Everyone knows he has nothing to do with the Jihadists. If he did, wouldn’t he have fled long ago?”

A woman who lives nearby said that the Songhai man was a neighbor who tried to speak up for one of the Arab men and who was similarly thrown into the back of the soldiers’ pickup truck: “When he saw him [the Arab man] being detained, he said, ‘No…he was never involved with those people, leave him.’ Instead, the soldiers threw him into the back of their pickup.”

Another relative said, “All we want is a sign that he is alive…. One phone call so I can hear his voice.”

The men feared “disappeared” are Ali Ould Mohamed Kobad, 65; Danna Ould Dahama, 38; Mohamaed Ould Dahama, 40; Maouloud Fassoukoye, 40; and Mohamed Oud Sidi Ali, 68.

Family members of a 50-year-old Peuhl man detained on January 22 by soldiers in Douentza described their futile efforts to find him: “Every time we go to the military in Douentza they tell us he is not there, that we should look for him in Sévaré. When our family goes to the camp in Sévaré they say they’ve never heard of him. We don’t know if he is dead or alive; what we do know is that it is the soldiers who took him from us.”

Residents of other towns described two cases of torture. In early February, shortly after Islamist rebels attacked a local military outpost, soldiers allegedly detained a 43-year-old Tuareg man at a checkpoint. He was taken to a building adjacent to the checkpoint and severely beaten, burned on his abdomen and genitals with cigarettes, partially strangled, and then forced to ingest through his nose a toxic substance that severely burned his esophagus.

A Peuhl man held for one week in early February by the military in Douentza was allegedly burned with candles and cigarettes and severely beaten. His wife told Human Rights Watch: “We didn’t know where he was for a week. When he returned he told me he’d been held by the soldiers in Douentza…when he took off his shirt I saw that his back was full of terrible burns and wounds.” A friend of his added: “He said he was detained in a room with many others and that they took them out one by one to question them until they got the information they wanted. He was in bad shape.” The victim has since fled to Burkina Faso.

Five other men, whose detentions by soldiers in Sévaré, Konna, and around Konna were earlier documented by Human Rights Watch, remain disappeared.

“All officials need to act in accordance with human rights law if security and law and order are to be restored to areas recently recovered by the government,” Dufka said. “This means providing basic due process rights for anyone taken into custody, and making sure they are treated humanely. Commanders who fail to stop abuses by their troops can themselves be prosecuted.”

Exodus of Tuareg and Arab Populations

The resumption of hostilities in the north in January was accompanied by an exodus of about 22,000 Malian civilians, the vast majority ethnic Tuareg and Arabs, who are believed to have fled the area out of fear of reprisals by the army and, to a lesser extent, by civilians. Civilians from numerous villages said their towns and villages were now “practically empty” of Tuaregs and Arabs.

Tuareg and Arab civilians who have remained in Mali told Human Rights Watch that they were terrified of being detained and abused under suspicion of having supported armed Islamist groups. One Tuareg woman in Timbuktu told Human Rights Watch: “I go to work, I come back but don’t dare to go out. I feel like a prisoner in my own country.” Another said: “I am fearful for my family. When in the street, I hear people saying they want to rid Timbuktu of us…only a few of us remain…but who knows for how long.”

Several other Arab civilians told Human Rights Watch they wanted to leave, but fear being stopped and detained at military checkpoints along the way. One Arab man described being “too afraid to stay, but too afraid to leave.” An Arab man who said his father was forcibly disappeared by the Malian army said he wanted to evacuate all remaining members of his family but, “I don’t know how to do it…I’m afraid for them to move.”

Civilian Protection Gap

The military offensive to recapture the north took place within a context of dangerously elevated ethnic tensions, Human Rights Watch said. The state institutions that could mitigate, respond to, and ultimately prevent violence – the police, gendarmes, the judiciary – withdrew in early 2012, when the north fell to the armed Islamist groups. Mali’s civil servants have only recently begun to return. Plans by United Nations agencies, the European Union, and the African Union to provide human rights training to the military and deploy human rights monitors and possibly peacekeepers may eventually improve civilian protection. But they do not address the pressing security vacuum and protection needs.

The public information campaign started by the government, religious leaders, and community groups is an important measure to address ethnic tensions, Human Rights Watch said. The government should increase the reach of this important program, including the “Recotrad du Nord” (Network of Traditional Communicators from the North, Réseau des Communicateurs Traditionnels du Nord). To address abuses by the military and address urgent civilian protection needs within the current security vacuum, Human Rights Watch also recommends the following:

Recommendations

To the Malian government:

  • Ensure that everyone taken into custody during military operations is treated humanely, is promptly brought before a judicial authority to ensure the legality of their detention, and is able to contact their families.
  • Investigate and prosecute in accordance with international fair trial standards members of the security forces implicated in recent serious abuses regardless of position or rank – including those liable under command responsibility for their failure to prevent or prosecute these crimes.
  • Accelerate redeployment of police, gendarmes, and Justice Ministry personnel to towns and villages in the north.
  • Establish a 24-hour telephone hotline, staffed by relevant Malian authorities and personnel from the African-led International Support Mission to Mali (AFISMA) for victims and witnesses to report complaints about violations, including by members of the security services.
  • Ensure effective and rapid communication between hotline staff and Malian authorities mandated with civilian protection as well as AFISMA personnel.
  • Direct the Malian National Human Rights Commission to monitor and report on hate speech that incites ethnic violence. For instance, an article published on February 4, 2013, in L’Express de Bamako (“La liste des membres du MNLA: Des traitres à abattre pour la République,” List of MNLA members: Traitors to kill in the name of the Republic) contained language that could be considered incitement to violence.

To the United Nations, African Union, and Economic Community of West African States (ECOWAS):

  • Call upon the government to conduct prompt, credible investigations into allegations of killings, enforced disappearances, and other abuses by Malian armed forces.
  • Urgently deploy countrywide, international human rights monitors from the United Nations, African Union, and ECOWAS to document current and past abuses and visit places of detention.

To the French government, African-led International Support Mission to Mali (AFISMA), and European Union:

  • Increase the presence of French and AFISMA troops alongside patrols by the Malian army to deter abuses against civilians.
  • Carry out any redeployment of French and AFISMA troops in ways that do not leave civilians at unnecessary risk of abuses.
  • Incorporate in the EU Training Mission (EUTM Mali) mandated to train and advise the Malian military a meaningful mentoring component that would place instructors in the field alongside Malian forces.

For more Human Rights Watch reporting on Mali, please visit:

http://www.hrw.org/africa/mali

For more information, please contact:
In Washington, DC, Corinne Dufka (English, French): +1-202-612-4348; or +1-301-852-9972 (mobile); or dufkac [at] hrw [dot] org
In New York, Philippe Bolopion (English, French): +1-212-216-1276; or +1-917-734-3201 (mobile); or bolopion [at] hrw [dot] org
In Paris, Jean-Marie Fardeau (French, English, Portuguese): +33-6-45-85-24-87 (mobile); or fardeaj [at] hrw [dot] org

Corinne DUFKA
Human Rights Watch
Senior Researcher - West Africa
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Azawad: Volksverbrechen gehen weiter / Azawad: Crimes against the People continue unpunished

Die Zeugenberichte, die von Übergriffen der malischen Armee im Norden des Landes und in der Flussregion künden, mehren sich. (RFI/Frédérique Miguel)
Evidence of assaults of Mali’s army in the north and the river region increases. (RFI/Frédérique Miquel)

Nach Timbuktu und Douentza ist jetzt Gossi an der Reihe. In diesem Ort, südlich von Gao in der Provinz Gourma gelegen, greifen Ordnungskräfte die dort lebenden Araber und Tuareg verbal an, sie plündern ihre Häuser und richten manchmal irreparable Schäden an.

Die Stimme der Frau ist sehr schwach: die Bewohnerin von Gossi kauert sich auf den Boden ihres Hauses aus Angst, entdeckt zu werden. Ihr Vergehen? Sie ist eine Tuareg. „Seit Freitag“, sagt sie, „gehen Soldaten zusammen mit Zivilisten durch die Straßen auf der Suche nach Arabern und Tuareg. Wir werden angeklagt, der MNLA anzugehören. Wir haben Angst.“ Mehrere Häuser sind bereits ausgeplündert und verwüstet worden, Personen wurden festgenommen, ihr Schicksal scheint niemanden zu interessieren. Dieser Araber aus Gossi hat beschlossen zu fliehen. Er ist an die Grenze zu Burkina geflohen und verfolgt von dort Tag für Tag das Geschehen in seiner Stadt. Er berichtet davon, dass Hellhäutige („peaux claires“) aus dem Norden Malis mit Islamisten und Rebellen in einen Topf geworfen werden.

Ein Bewohner aus Gossi berichtet, was er gesehen hat:
Sie holen ganze Familien ab. Sie bringen sie alle auf den Marktplatz, stehlen ihr Vieh und brechen in alle Häuser ein. Hier liegt eine Verwechslung vor. Wir sind arme Leute, keine Islamisten.

Viele befürchten, dass Rache und Vergeltung gerade erst begonnen haben.

Quelle: RFI - Radio France International

After Timbuktu and Douentza it is now Gossi’s turn. In this town, located in the province of Gourma south of Gao, law enforcement forces offend Arab and Tuareg inhabitants, they maraud their houses and sometimes do irreparable damage.

The woman’s voice is very weak: the inhabitant of Gossi cowers on the floor of her house, scared of being discovered. Her offence? She is a Tuareg. “Since Friday,” she says,” soldiers and civilians patrol the streets searching for Arabs and Tuaregs. We are accused of being members of the MNLA. We are scared.” Several houses have already been plundered and devastated, people have been arrested, their fate seems of no importance. This Arab from Gossi has decided to flee. He has taken refuge at the Burkina border and follows the ongoings in his town from there. He reports that light-skinned (“peaux claires”) people from the north of Mali are lumped together with Islamists and rebels.

A Gossi inhabitant reports what he has seen:
They take whole families. They bring them all to the market place, steal their cattle and break into all the houses. This is a mix-up. We are poor people, not Islamists.

Many fear that revenge and the settling of scores have only just begun.

Source: RFI - Radio France International

 

Die Amazigh in Frankreich solidarisch mit Azawad / Amazigh in France are with Azawad

Demonstration am Samstag, 16. Februar 2013, um 14.00 Uhr in Paris

Seit der Entkolonialisierung von Mali leben die Einwohner von Azawad (Nord-Mali) in einem Zustand der Marginalisierung und der Mittellosigkeit. Ihre Aufstände wurden häufig gewalttätig niedergeschlagen, die mit dem Staat Mali geschlossenen „Friedensverträge“ wurden nie eingehalten.

Demonstration on Saturday, 16th February, 2013, 2:00 pm in Paris

Since the decolonisation of Mali, the citizens of Azawad (North Mali) are living in a state of marginalisation and poverty. Their revolts have been violently repressed, the peace treaties signed with the state of Mali have never been respected.

(Französisches Original)

Da sie von den ungestraften Ungerechtigkeiten ihnen gegenüber genug hatten, haben die Bewohner von Azawad die Nationale Bewegung für die Befreiung von Azawad (MNLA) gegründet, um gemäß dem internationalen Recht auf Selbstbestimmung ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
In der Absicht, die Ziele der MNLA zu durchkreuzen, haben die malische Regierung und einige ausländische Staaten den Einzug und die Verstärkung von terroristischen islamistischen Gruppen und Drogenhändlern in dieser Region kräftig unterstützt.

Dies diente als offizielles Motiv für die französische Militärintervention in Mali mit dem Ziel, den „Vormarsch der Islamisten“ nach Süden zu stoppen, der die malische Hauptstadt Bamako bedrohte. Leider ist es aber so, dass Frankreich zwar gerade rechtzeitig einschritt, als Bamako bedroht war, andererseits aber der Besetzung Azawads durch die Fundamentalisten und ihren Verbrechen gegenüber gleichgültig bleibt. Dies macht deutlich, auf wessen Seite Frankreich steht, welches den Staat Mali immer gegen die Völker von Azawad und insbesondere gegen die Tuareg unterstützt hat

Außerdem hat Frankreich ein weiteres Ziel hinzugefügt, nämlich „die territoriale Unversehrtheit Malis zurückzuerobern“ - was einen Angriff auf die MNLA und die Völker von  Azawad bedeuten soll. Und weshalb will Frankreich nicht die gewalttätigen Übergriffe der malischen Armee verurteilen und die Verantwortlichen bestrafen?

Wir erinnern daran, dass das aktuelle Drama der Völker von Azawad und insbesondere der Tuareg direkt aus der willkürlichen territorialen Aufteilung dieser ehemaligen französischen Kolonie entstanden ist. Frankreich ist also doppelt verantwortlich: zum einen für die Schaffung eines künstlichen Staates ohne Rücksicht auf die dort lebenden Völker, und zum anderen für die Operation Serval, falls diese über das Ziel, Azawad von islamistischen Terroristen und der Drogenmafia zu befreien, hinausgehen sollte.
Deshalb erklären wir, die Amazigh in Frankreich, unsere Solidarität mit den Völkern von Azawad und rufen alle Bürger, die die Gerechtigkeit lieben, sowie die Verteidiger unterdrückter Völker auf, ihre Unterstützung für Azawad und die Tuareg bei einer großen Kundgebung zum Ausdruck zu bringen:

Samstag, 16. Februar 2013, um 14.00 Uhr

Von der Assemblée Nationale (Place Edouard Herriot)bis zum Ministère des Affaires Etrangères (37, Quai d’Orsay, Paris-7°)

Gemeinsam

  • für das Recht auf Leben und Gerechtigkeit für die Tuareg auf der Land ihrer Vorfahren
  • für das Recht der Völker auf Selbstbestimmung
  • gegen die Straffreiheit in Bezug auf die Verbrechen an den Völkern von Azawad
  • gegen die französisch-afrikanischen Kolonialbeziehungen (Françafrique)
  • 50 Jahre Marginalisierung, Unterdrückung, Verbrechen, Aufstände, Exil… das ist genug!

Erste Unterzeichner :
Association Tiwizi59, Association culturelle Amazigh, Association ADEKA-Paris, Congrès Mondial Amazigh, Collectif des Amazighs de France pour le changement démocratique au Maroc(CAFCDM), Mouvement pour l'autonomie de la Kabylie (MAK), Organisation de la Diaspora Touarègue en Europe, Gouvernement provisoire Kabyle (GPK), Association Temoust, Tamaynut-France, Action Culturelle Amazighe Laique, Association Corso-Berbère, Association Amazigh Marseille, Tamurt.info, Tamurt.tv, radiotamurt.com, Association Taferka, Fondation Lounes Matoub, Association des taxis kabyles de Paris (ATKP)

...

--
Collectif Azawad Imazighen

(French Original)

Having had enough of the unpunished injustice directed at them, the inhabitants of Azawad  created the National Movement for the Liberation of the Azawad (MNLA) in order to take their fate into their own hands according to the international right of self-determination.

In order to foil the objectives of the MNLA, the government of Mali and several foreign states have strongly supported the entrance and the reinforcement of Islamist terrorist groups and drug dealers in this region.

This served as official motive for the French military intervention in Mali, the goal of which was to “stop the advance of the Islamists” towards the South, threatening the capital of Mali, Bamako. Unfortunately, though France came just in time to help Bamako, it remains indifferent towards the occupation of the Azawad by the fundamentalists and their crimes. This shows clearly whose side France is on, having always supported Mali against the peoples of the Azawad and especially against the Tuaregs.

Furthermore, France has added another goal, namely to “reconquer the territorial integrity of Mali”, supposedly implying an attack on the MNLA and the peoples of Azawad. And why does France not condemn the violations of the Malian army and punish those who are responsible?

Let us remember that the current drama of the peoples of Azawad and especially of the Tuaregs originates in the arbitrary territorial fragmentation of this former French colony. This means that France is twice responsible: firstly for the creation of an artificial state without consideration for the peoples living there, and secondly for the operation Serval, if it should exceed the goal of freeing Azawad from Islamist terrorists and the drug mafia.

Therefore we, the Amazigh of France, declare our solidarity with the peoples of Azawad and appeal to all justice loving citizens and defendants of suppressed peoples to express their support for Azawad and the Tuaregs at a massive demonstration:

Saturday, 16th February, 2013, 2:pm

From the Assemblée Nationale (Place Edouard Herriot)
to the Ministère des Affaires Etrangères (37, Quai d’Orsay, Paris-7°)

Together

  • for the right to life and justice for the Tuaregs on the land of their ancestors
  • for the right of peoples to self-determination
  • against the impunity for the crimes against  the peoples of Azawad
  • against Françafrique
  • 50 years of marginalisation, suppression, crime, revolts, exile… this is enough!

First signees:

Association Tiwizi59, Association culturelle Amazigh, Association ADEKA-Paris, Congrès Mondial Amazigh, Collectif des Amazighs de France pour le changement démocratique au Maroc(CAFCDM), Mouvement pour l'autonomie de la Kabylie (MAK), Organisation de la Diaspora Touarègue en Europe, Gouvernement provisoire Kabyle (GPK), Association Temoust, Tamaynut-France, Action Culturelle Amazighe Laique, Association Corso-Berbère, Association Amazigh Marseille, Tamurt.info, Tamurt.tv, radiotamurt.com, Association Taferka, Fondation Lounes Matoub, Association des taxis kabyles de Paris (ATKP)

--...
Collectif Azawad Imazighen

 

 

MNLA: Communiqué N° 49 /Arrestation de 2 hauts responsables terroristes / MNLA: Communiqué N° 49 /Arrestation de 2 hauts responsables terroristes

Dieses MNLA Communiqué beinhaltet die Meldung, dass die MNLA zwei wichtige Terroristen der  MUJAO and Ansar Edine verhaftet hat.

This MNLA press release states that the MNLA has arrested two of the most responsible terrorists of MUJAO and Ansar Edine.Communiqué de presse

Lutte anti-terroriste : le MNLA procède à l’arrestation de deux hauts responsables terroristes du Mujao et d’Ansar Edine

Le mouvement National de la libération de l’Azawad (MNLA) informe l’opinion nationale et internationale qu’une de ses unités anti-terroriste a procédé, samedi 2 février 2013, à l’arrestation de deux hauts responsables terroristes qui sévissaient dans l’Azawad. Les deux terroristes ont été arrêtés dans la zone d’In Khalil, près de la frontière algérienne. Le premier terroriste est Mohamed Moussa Ag Mohamed. Il était l’un des trois plus importants chefs d’Ansar Edine et était commissaire du groupe terroriste Ansar Edine comme de l’AQMI. Le second terroriste est un haut responsable du MUJAO. Il s’agit de Oumeïni Ould Baba Akhmed.

Les deux responsables terroristes ont été emmenés à Kidal par les unités qui ont procédé à leur arrestation. Ils ont ensuite été auditionnés en présence du chef d’Etat major du MNLA, le colonel Mohamed Ag Najim. Dans le cadre de la coordination anti terroriste mise en place avec les forces françaises de l’opération « Serval », le MNLA transmettra à ces dernières toutes les informations récoltées au cours de l’interrogatoire des deux prisonniers.
D’autre part, il est également porté à la connaissance de l’opinion nationale et internationale que la veille, soit le vendredi 01 février, une unité du MNLA a procédé à l’arrestation de deux autres terroristes à la suite du contrôle de deux personnes suspectes à bord d’un véhicule qui s’est avéré rempli d’explosifs. Les deux terroristes ont également été arrêtés et sont actuellement en détention à Kidal sous le contrôle du MNLA.

Par les preuves du terrain, le MNLA apporte aux yeux du monde entier toutes les garanties de son réel engament dans la lutte contre le terrorisme. Le MNLA apporte la preuve qu’il est la seule force politique et militaire valable dans l’Azawad et dément concrètement les mensonges de certains qui seraient mieux inspirés de faire l’économie de leurs allégations quand le MNLA agit concrètement sur le terrain.

L’acharnement de certains cercles obscurs qui cherchent à diminuer ou à noyer le MNLA avec des groupes artificiellement crées se trompent lourdement s’ils estiment faire l’impasse sur les nobles objectifs des azawadiens dont le MNLA demeure le seul représentant légitime. Il doit être bien compris que les mêmes causes engendrent les mêmes effets et que ce n’est pas en rééditant les mêmes pratiques, et avec les mêmes personnes, que le problème de l’Azawad se réglera. Le MNLA tout en étant entièrement engagé dans la lutte contre le terrorisme ne perd pas de vue l’intérêt suprême de la population azawadienne qui a placé en lui sa confiance.

Ouagadougou, le 04 février 2013

Mossa Ag attaher,
Chargé de communication du CTEA,
Porte-parole du MNLACommuniqué de presse

Lutte anti-terroriste : le MNLA procède à l’arrestation de deux hauts responsables terroristes du Mujao et d’Ansar Edine

Le mouvement National de la libération de l’Azawad (MNLA) informe l’opinion nationale et internationale qu’une de ses unités anti-terroriste a procédé, samedi 2 février 2013, à l’arrestation de deux hauts responsables terroristes qui sévissaient dans l’Azawad. Les deux terroristes ont été arrêtés dans la zone d’In Khalil, près de la frontière algérienne. Le premier terroriste est Mohamed Moussa Ag Mohamed. Il était l’un des trois plus importants chefs d’Ansar Edine et était commissaire du groupe terroriste Ansar Edine comme de l’AQMI. Le second terroriste est un haut responsable du MUJAO. Il s’agit de Oumeïni Ould Baba Akhmed.

Les deux responsables terroristes ont été emmenés à Kidal par les unités qui ont procédé à leur arrestation. Ils ont ensuite été auditionnés en présence du chef d’Etat major du MNLA, le colonel Mohamed Ag Najim. Dans le cadre de la coordination anti terroriste mise en place avec les forces françaises de l’opération « Serval », le MNLA transmettra à ces dernières toutes les informations récoltées au cours de l’interrogatoire des deux prisonniers.
D’autre part, il est également porté à la connaissance de l’opinion nationale et internationale que la veille, soit le vendredi 01 février, une unité du MNLA a procédé à l’arrestation de deux autres terroristes à la suite du contrôle de deux personnes suspectes à bord d’un véhicule qui s’est avéré rempli d’explosifs. Les deux terroristes ont également été arrêtés et sont actuellement en détention à Kidal sous le contrôle du MNLA.

Par les preuves du terrain, le MNLA apporte aux yeux du monde entier toutes les garanties de son réel engament dans la lutte contre le terrorisme. Le MNLA apporte la preuve qu’il est la seule force politique et militaire valable dans l’Azawad et dément concrètement les mensonges de certains qui seraient mieux inspirés de faire l’économie de leurs allégations quand le MNLA agit concrètement sur le terrain.

L’acharnement de certains cercles obscurs qui cherchent à diminuer ou à noyer le MNLA avec des groupes artificiellement crées se trompent lourdement s’ils estiment faire l’impasse sur les nobles objectifs des azawadiens dont le MNLA demeure le seul représentant légitime. Il doit être bien compris que les mêmes causes engendrent les mêmes effets et que ce n’est pas en rééditant les mêmes pratiques, et avec les mêmes personnes, que le problème de l’Azawad se réglera. Le MNLA tout en étant entièrement engagé dans la lutte contre le terrorisme ne perd pas de vue l’intérêt suprême de la population azawadienne qui a placé en lui sa confiance.

Ouagadougou, le 04 février 2013

Mossa Ag attaher,
Chargé de communication du CTEA,
Porte-parole du MNLA

 

Human Rights Watch: Hintergrundinfo Mali Januar 2013 / Human Rights Watch: Background information Mali January 2013

Dieses Dokument beinhaltet den Human Rights Watch Report über die Menschenrechtssituation in Mali nach dem Coup d'État gegen Ex-Präsidenten Amadou Toumani am 21. März 2012.

(Französische Version)

This document contains Human Rights Watch’s reporting on the human rights situation in Mali following March 21, 2012 coup d’état against former President Amadou Toumani Touré.

(French Version)

 

Malikrieg: Was macht die UNO / Malian War: What about the UNO?

Artikel auf gabeneo.com:  Guerre au Mali : quelle force onusienne pour le Mali? Enthält Überlegungen, wie es in Mali betreffs Militär und Regierung weitergehen soll.

Article on gabeneo.com:  Guerre au Mali : quelle force onusienne pour le Mali? Includes thoughts about the future of the military situation in Mali.

 

Schließung der algerischen Grenze nimmt der Zivilbevölkerung alle Grundversorgung / Closure of Algerian border cuts civilians off basic supplies

Artikel auf Lalibre.de: Kidal est menacée de pénuries. Die Sperrung der algerischen Grenze schneidet die Zivilisten der Region von jeglicher Grundversorgung ab.

Article on Lalibre.de: Kidal est menacée de pénuries. The closure of the Algerian border leaves the civilians in the region without any provision of basic supplies.

 

Willkürliche Hinrichtungen in Timbuktu durch das malische Militär / Executions of civilians in Timbuktu by the Malian military

Bericht von Abdorahmane Ag  Mohamed el Moctar in Timbuktu. Die malische Armee tötet immer wieder Zivilisten, vor allem hellhäutigere Tuareg und Araber.
Message from Abdorahmane Ag  Mohamed el Moctar in Timbuktu. The Malian military is senselessly executing civilians, especially Tuareg and people with a lighter complexion.

Trotz der Warnungen von Menschenrechts- und anderen Organisationen haben die malischen Militärs nicht aufgehört, unschuldige Zivilisten zu ermorden. Sie setzen die willkürlichen Hinrichtungen von arabischen und Tuareg-Zivilisten in Mittäterschaft von Milizen fort, die zu diesem Zweck geschaffen worden sind. Milizen und Militärs überlisten dabei die Wachsamkeit der französischen Armee, die zwangsläufig zum Komplizen wird, weil es durch sie erst möglich wurde, in diese Orte vorzudringen - im Namen des Kampfens gegen Terroristen. Warum wird diese Scharade aufrechterhalten? Sie nutzt nur der malischen Armee, deren Untaten, diktiert vom Hass gegen alle, die hellere Haut haben, weithin bekannt und dokumentiert sind.

1. In Timbuktu sind sechs arabische Zivilisten exekutiet worde, unter ihnen: Mohamed Lamine ould Hamoudi, ould BayeBay alganami; Mohamed ould Tijani

2. Heute erhielt ich eine weitere Nachricht über Hinrichtung von mehreren Nomaden durch die malischen Militärs in Lklare, 25km nördlich von Timbuktu; sie waren durch Eiwohnt Timbuktus dorthin geführt worden; außerdem erhielt ich Nachrichten über den Tod eines weiteren Nomaden in Timbuktu selbst.

Malgré les mises en garde par les institutions de droits de l'homme et d'autres, les militaires maliens n'ont pas  cessé leurs forfaitures en tuant  de pauvres innocents. Ils  continuent leurs exécutions extrajudiciaires des civils arabes et touaregs en complicité avec des milices créées à cet effet.  Trompant ainsi  la vigilance de l'armée française qui devient, par la force des choses, complice, car c'est bien elle qui a facilité la main mise sur ces communautés au nom de la lutte contre les terroristes - Pourquoi vouloir entretenir cet amalgame qui ne sert qu'à l'armée malienne dont les  limites  et méfaits dictés par la haine pour tous  ceux qui sont de teint clair, sont largement connus et documentés.
1.     A Tombouctou 6 arabes civils ont été exécutés parmi eux: Mohamed Lamine ould Hamoudi, ould BayeBay alganami; Mohamed ould Tijani

2.     Aujourd’hui je viens de recevoir un autre message faisant état d'exécution à Lklakra à 25km au Nord de Tombouctou de plusieurs nomades par les militaires maliens guidés par les habitants de Tombouctou- on signale aussi la mort d'un autre nomade à Tombouctou ville""

 

Belgisches Parlamentsmitglied Laurent Louis gegen den Armeeeinsatz in Mali / Belgian member of parliament Laurent Louis against the military intervention in Mali

Kontroverse Rede von Laurent Louis vom 17. Januar. Der Politiker stellt sich gegen die belgische Teilnahme am Malikrieg. Konkrete Aussagen sind ab Minute 2:42 abrufbar.

A controversial speech by Laurent Louis from January 17th. The politician here takes position against Belgiums participation in the Mali War. For his statements, skip to Minute 2:42.

http://www.youtube.com/v/XirT4GaC8O8?fs=1

Zitate:

"Wenn Sie jetzt also vorgeben den Krieg in Mali zu beginnen um Terroristen zu bekämpfen, dann ist das einfach nur lächerlich. Es ist eine Lüge. Unter diesem scheinheiligen Vorwand intervenieren wir nur um finanzielle Interessen zu verteidigen, in einer vollständig neu-kolonialistischen Geisteshaltung."

"Es ist völliger Unsinn den Franzosen in Mali zu helfen, im Namen des Kampfes gegen den islamistischen Terrorismus, wenn wir zur gleichen Zeit in Syrien den Sturz Baschar al-Assads durch islamistische Rebellen unterstützen, die die Scharia als Gesetz einführen wollen, genauso wie es in Tunesien und Lybien passierte."

"Die westlichen Nationen nutzen jede Gelegenheit, Militärbasen in den neu eroberten Nationen zu errichten, wobei sie dann Aufträge an westliche Firmen vergeben."

"Einen Krieg zu führen, um Menschen vor einem Angreifer von außen zu verteidigen, ist eine ehrenhafte Sache. Aber einen Krieg zu führen, um die Interessen der USA zu verteidigen, oder um die Interessen großer Konzerne wie AREVA zu verteidigen, oder um sich Goldminen unter den Nagel zu reißen, das hat nichts ehrenhaftes und es zeigt nur, dass unsere Länder Aggressoren und Verbrecher sind."

http://www.youtube.com/v/WkzXTgslFNE?fs=1

Quotes:

"As you can see, for months, our country is only participating to put in place, Islamic regimes in North Africa and the Middle East. So, when they come and pretend to go to war in order to fight against terrorism in Mali, well... I feel like to laugh. It's false! Under the appearance of good actions, we only intervene to defend financial interests in a complete neo-colonist mindset."

"It's a real nonsense to go to help France in Mali in the name of the fight against terrorism when at the same time, we support in Syria the overthrow of Bashar al-Assad by Islamist rebels who want to impose Sharia Law, as was done in Tunisia and in Libya."

"The western countries are taking the oppurtunity to place military bases in the newly conquered countries while favoring domestic companies."

"To go to war, to free people from an outside aggressor, is noble. But to go to war to defend the interests of the USA, to go to war to defend the interests of big companies such as AREVA, go to war to put our hands on gold mines, has nothing noble at all and it reveals our countries to be attackers and thugs!"

For english subtitles, click on the "Captions" Button, the one with the two little C's in our player, and select your subtitles option.

 

Mali und AFRICOM’s Agenda in Afrika: China / Mali and AFRICOM’s Africa Agenda: Target China

Artikel auf voltairenet.org: Mali and AFRICOM’s Africa Agenda: Target China.

Zitat: "What the conflict in Mali really is about is hardly what we read in the mainstream media. It is about vast untapped mineral and energy resources and a de facto re-colonization of French Africa under the banner of human rights. The real background reads like a John LeCarre thriller."Article on voltairenet.org: Mali and AFRICOM’s Africa Agenda: Target China.

Quote: "What the conflict in Mali really is about is hardly what we read in the mainstream media. It is about vast untapped mineral and energy resources and a de facto re-colonization of French Africa under the banner of human rights. The real background reads like a John LeCarre thriller."

 

Öl in der Sahara / Oil in the Sahara

Zankapfel Sahara - Ein Zeit.de-Artikel über das Mali benachbarte Algerien und die am Öl der Sahara interessierten Interessengruppen. Danke an Marcel!

Zankapfel Sahara - A Zeit.de article on Algeria and the factions interested in the Saharan oil. Thanks to Marcel!

 

[ARVRA] Dringender Appell zum Schutz der Tuareg in Mali / ARVRA] Urgent call for protecting the tuareg population in Mali

Ein Report der ARVRA (Vereinigung der Flüchtlinge und Opfer der Unterdrückung von Azawad) über die Situation der Tuareg, Mauren und Fulani in Mali.

A report from ARVRA (Association des Refugies et des Victimes de la Repression de l'Azawad) on  the situation of the Tuareg, Mauri and Fulani population in Mali.

contact: arvra.bureau (at) hotmail.fr

1. SITUATION DES EXACTIONS

Au cours des  dernières semaines, il semble que l’armée malienne et les milices auraient commis les crimes sur des populations Touaregs, Maures et Peulhs:

Ces  exactions ont été dénoncées à ARVRA par des témoins ou des proches des victimes à :

Bamako: Plusieurs domiciles auraient été vandalisés et des menaces proliférées aux habitants des domiciles

Mopti- Sévaré: de nombreuses personnes à peaux claires  (dont des personnes qui avaient disparues et qui étaient recherchées par leurs proches), auraient été massacrées avec mutilations des corps …

Fatoma-Konna: Des femmes Touaregs  (groupe identifié) ont fait l’objet d’exactions, de viols et des hommes ont été victimes de massacres.

Niono-Siribala: Des personnes (identifiées) ont été  tuées par l’armée et ont subi des tortures avant leurs exécutions

Diabali: avant les frappes : Des personnes (identifiées) ont été  tuées par l’armée et ont subi des tortures avant leurs exécutions (dont il semblerait : 4 Touaregs qui sont leurs compagnons d’armes)

Zone de Bandiagara: Des personnes ont été semble-t-il  tuées par l’armée et ont subi des tortures avant leurs exécutions, Un groupe de femmes (identifié tentant en fuite vers le Burkina Faso est  porté disparu.

Zone de Nampala-Mema: au fur et à mesure de  l’avancée de l’armée les populations ont peur et fuient, elles craignent les exactions similaires à celles dénoncées ci-haut.

Gossi
7 personnes Peulhs auraient été  tuées par des éléments de l’armée

1 Chamelier aurait été abattu aussi par le même détachement entre Gossi et Hombori

Gao
Des personnes dont Attaher Ag Eharchawi, Atahaylal, Mohamed Ag Mossa(70 ans)  auraient été égorgées par les milices et la population à Gao

Léré: 7 personnes auraient été tuées et l’armée aurait donné comme instructions aux populations de tuer tous civils Touaregs ou peaux claires qui se présenteront.

Gao, Tombouctou, Goundam: Les maisons, les biens, des Touaregs et Maures ont été saccagées et vandalisées

Des milliers de personnes fuient vers les pays limitrophes, aucune assistance n’est donnée à ces personnes.

Nous demandons aux organismes internationaux habilités, aux Etats soucieux du respect des droits de l’homme d’assister les populations et les personnes, de les sécuriser, de mettre en place en urgence un dispositif de  protection des personnes et de leurs biens. Les Intervenants doivent prendre en compte la nécessité de protéger les personnes des communautés en danger. Les enfants, les femmes, les vieillards peuvent marcher  des dizaines et dizaines de Km avant d’accéder aux frontières, ils arrivent épuisés. Cette situation qui dure depuis 50 ans est insupportable  et absolument ignoble.

Nous rappelons que les personnes dont il est question, sont des civils qui ne sont ni de près ni de loin impliqués dans aucune actions illégales.  Qui n’ont de cessent contribuées au développement de leur terroirs.

30 janvier 2013

2. Situation des réfugiés

En fin de semaine,  la situation se présentait comme suit :
Les exactions contre les populations civiles (atteintes à l’intégrité physique, arrestations et détentions, pillages et destruction des biens) n’ont pas cessé ; elles risquent même d’augmenter avec l’évolution récente  de la situation.

Réfugiés :
Tous les jours  les réfugiés affluent vers les camps et les Etats limitrophes du Mali. Exemple des derniers jours : 1000 par jour en Mauritanie, des communautés qui jusqu’à là,  ne se sont jamais déplacées ont tout laissé derrière elles pour sauver leurs vies ;

Même scénario vers Algérie : plus de 1350 personnes par jour, le  Niger : 1000 personnes par jour, le Burkina Faso, des milliers de personnes essaient de traverser la frontière. Quelques arrivées nous ont été signalées au : Sénégal, Cote d’Ivoire, Maghreb, Péninsule Arabique, les chiffres qui nous sont communiqués totalisent plus de 10 000 personnes pour l’ensemble de ces pays. Le voyage vers les pays se fait dans des conditions très difficiles. Le HCR annonçait 7500 en fin de semaine passée. Nos chiffres compotent les personnes qu arrivent par d’autres points aussi, qui ne s’enregistrent pas.

Déplacés à l’intérieur du Mali:
Des populations vivent encore dans des poches prisonnières entre les frappes, l’armée malienne, les milices et les brigands qui pullulent dans la zone. Ils s’éloignent de plus en plus des centres villes et  axes routiers, ont peur de se rendre sur les marchés, ce qui rend difficile leur approvisionnement en denrées de première nécessité et l’accès aux services de base (santé, école  et  divers).

Les réfugiés et déplacés comprennent des femmes, des enfants de tous âges, des personnes âgées et diverses  catégories socioprofessionnelles  (artistes, cadres, techniciens, élèves, lycéens, étudiants, éleveurs, agriculteurs,)

Dans les camps et à l’intérieur du pays :

  • La mortalité est  élevée, surtout les enfants en bas âge, les femmes (femmes enceintes, parturientes), les personnes âgées.
  • l’accès à l’eau et la couverture sanitaire sont encore très  insuffisants, les rations alimentaires sont ce qu’elles sont Les queues pour la consultation médicale sont très longues, les médicaments manquent.
  • habits, couvertures, ustensiles ménagers, etc. manquent, nous sommes en période de froid, et les maladies respiratoires font beaucoup de dégâts
  • l’accès à l’éducation supérieur, collège et primaire restent un écueil. L’éducation est aussi  une autre urgence.
  • Un effort doit être fait pour valoriser les ressources humaines des communautés réfugiées dans les camps.

Malgré la bonne volonté des pays d’accueil et les partenaires, les besoins minimaux sont loin d’être couverts et nous sommes toujours dans une phase  d’urgence. Des ressources additionnelles sont plus que nécessaires pour couvrir les besoins minimaux.

Des couloirs d’accès doivent être organisés avec un minimum d’assistances alimentaires, médiales et sécuritaires. Beaucoup de familles,  personnes ont été dépouillées de leurs biens par des bandes organisée armées, Ces groupes ou bandes opéraient déjà dans le Gourma et dans la région de Gao, ces dix dernières années donc, avant les évènements.  Ce qui laissent les populations exsangues .

Nous rappelons le cas des réfugiés dans les villes dans certains pays, qui vivent dans une extrême précarité et pour lesquels aucune assistance n’existent, Ils ne sont pas considérés comme réfugiés urbains, ni autres réfugiés. Nous demandons à ce que leurs cas soient pris en compte.

Association des Refugiés et Victimes de la Répression Azawadis
contact : arvra [dot] bureau [at] hotmail [dot] fr

contact: arvra.bureau (at) hotmail.fr

1. SITUATION DES EXACTIONS

Au cours des  dernières semaines, il semble que l’armée malienne et les milices auraient commis les crimes sur des populations Touaregs, Maures et Peulhs:

Ces  exactions ont été dénoncées à ARVRA par des témoins ou des proches des victimes à :

Bamako: Plusieurs domiciles auraient été vandalisés et des menaces proliférées aux habitants des domiciles

Mopti- Sévaré: de nombreuses personnes à peaux claires  (dont des personnes qui avaient disparues et qui étaient recherchées par leurs proches), auraient été massacrées avec mutilations des corps …

Fatoma-Konna: Des femmes Touaregs  (groupe identifié) ont fait l’objet d’exactions, de viols et des hommes ont été victimes de massacres.

Niono-Siribala: Des personnes (identifiées) ont été  tuées par l’armée et ont subi des tortures avant leurs exécutions

Diabali: avant les frappes : Des personnes (identifiées) ont été  tuées par l’armée et ont subi des tortures avant leurs exécutions (dont il semblerait : 4 Touaregs qui sont leurs compagnons d’armes)

Zone de Bandiagara: Des personnes ont été semble-t-il  tuées par l’armée et ont subi des tortures avant leurs exécutions, Un groupe de femmes (identifié tentant en fuite vers le Burkina Faso est  porté disparu.

Zone de Nampala-Mema: au fur et à mesure de  l’avancée de l’armée les populations ont peur et fuient, elles craignent les exactions similaires à celles dénoncées ci-haut.

Gossi
7 personnes Peulhs auraient été  tuées par des éléments de l’armée

1 Chamelier aurait été abattu aussi par le même détachement entre Gossi et Hombori

Gao
Des personnes dont Attaher Ag Eharchawi, Atahaylal, Mohamed Ag Mossa(70 ans)  auraient été égorgées par les milices et la population à Gao

Léré: 7 personnes auraient été tuées et l’armée aurait donné comme instructions aux populations de tuer tous civils Touaregs ou peaux claires qui se présenteront.

Gao, Tombouctou, Goundam: Les maisons, les biens, des Touaregs et Maures ont été saccagées et vandalisées

Des milliers de personnes fuient vers les pays limitrophes, aucune assistance n’est donnée à ces personnes.

Nous demandons aux organismes internationaux habilités, aux Etats soucieux du respect des droits de l’homme d’assister les populations et les personnes, de les sécuriser, de mettre en place en urgence un dispositif de  protection des personnes et de leurs biens. Les Intervenants doivent prendre en compte la nécessité de protéger les personnes des communautés en danger. Les enfants, les femmes, les vieillards peuvent marcher  des dizaines et dizaines de Km avant d’accéder aux frontières, ils arrivent épuisés. Cette situation qui dure depuis 50 ans est insupportable  et absolument ignoble.

Nous rappelons que les personnes dont il est question, sont des civils qui ne sont ni de près ni de loin impliqués dans aucune actions illégales.  Qui n’ont de cessent contribuées au développement de leur terroirs.

30 janvier 2013

2. Situation des réfugiés

En fin de semaine,  la situation se présentait comme suit :
Les exactions contre les populations civiles (atteintes à l’intégrité physique, arrestations et détentions, pillages et destruction des biens) n’ont pas cessé ; elles risquent même d’augmenter avec l’évolution récente  de la situation.

Réfugiés :
Tous les jours  les réfugiés affluent vers les camps et les Etats limitrophes du Mali. Exemple des derniers jours : 1000 par jour en Mauritanie, des communautés qui jusqu’à là,  ne se sont jamais déplacées ont tout laissé derrière elles pour sauver leurs vies ;

Même scénario vers Algérie : plus de 1350 personnes par jour, le  Niger : 1000 personnes par jour, le Burkina Faso, des milliers de personnes essaient de traverser la frontière. Quelques arrivées nous ont été signalées au : Sénégal, Cote d’Ivoire, Maghreb, Péninsule Arabique, les chiffres qui nous sont communiqués totalisent plus de 10 000 personnes pour l’ensemble de ces pays. Le voyage vers les pays se fait dans des conditions très difficiles. Le HCR annonçait 7500 en fin de semaine passée. Nos chiffres compotent les personnes qu arrivent par d’autres points aussi, qui ne s’enregistrent pas.

Déplacés à l’intérieur du Mali:
Des populations vivent encore dans des poches prisonnières entre les frappes, l’armée malienne, les milices et les brigands qui pullulent dans la zone. Ils s’éloignent de plus en plus des centres villes et  axes routiers, ont peur de se rendre sur les marchés, ce qui rend difficile leur approvisionnement en denrées de première nécessité et l’accès aux services de base (santé, école  et  divers).

Les réfugiés et déplacés comprennent des femmes, des enfants de tous âges, des personnes âgées et diverses  catégories socioprofessionnelles  (artistes, cadres, techniciens, élèves, lycéens, étudiants, éleveurs, agriculteurs,)

Dans les camps et à l’intérieur du pays :

  • La mortalité est  élevée, surtout les enfants en bas âge, les femmes (femmes enceintes, parturientes), les personnes âgées.
  • l’accès à l’eau et la couverture sanitaire sont encore très  insuffisants, les rations alimentaires sont ce qu’elles sont Les queues pour la consultation médicale sont très longues, les médicaments manquent.
  • habits, couvertures, ustensiles ménagers, etc. manquent, nous sommes en période de froid, et les maladies respiratoires font beaucoup de dégâts
  • l’accès à l’éducation supérieur, collège et primaire restent un écueil. L’éducation est aussi  une autre urgence.
  • Un effort doit être fait pour valoriser les ressources humaines des communautés réfugiées dans les camps.

Malgré la bonne volonté des pays d’accueil et les partenaires, les besoins minimaux sont loin d’être couverts et nous sommes toujours dans une phase  d’urgence. Des ressources additionnelles sont plus que nécessaires pour couvrir les besoins minimaux.

Des couloirs d’accès doivent être organisés avec un minimum d’assistances alimentaires, médiales et sécuritaires. Beaucoup de familles,  personnes ont été dépouillées de leurs biens par des bandes organisée armées, Ces groupes ou bandes opéraient déjà dans le Gourma et dans la région de Gao, ces dix dernières années donc, avant les évènements.  Ce qui laissent les populations exsangues .

Nous rappelons le cas des réfugiés dans les villes dans certains pays, qui vivent dans une extrême précarité et pour lesquels aucune assistance n’existent, Ils ne sont pas considérés comme réfugiés urbains, ni autres réfugiés. Nous demandons à ce que leurs cas soient pris en compte.

Association des Refugiés et Victimes de la Répression Azawadis
contact : arvra [dot] bureau [at] hotmail [dot] fr

 

 

++++ 2012 ++++

 

Wie die USA Islamisten in Mali unterstützt hat / How the USA sponsored Islamist terror in Mali

Ein Artikel von Jeremy Keenan auf newint.org: How Washington helped foster the Islamist uprising in Mali. Jeremy Keenan ist Professor der Sozialanthropologie an der Schule für Orientalische und Afrikanische Studien in London.

Consider this article by Jeremy Keenan on newint.org: How Washington helped foster the Islamist uprising in Mali. Jeremy Keenan is a professor of social anthropology at the School of Oriental and African Studies in London.

 

Offener Brief an den französischen Präsidenten betreffs der Intervention in Mali / Open letter to the French president concerning the military intervention in Mali

Ein offener Brief der Amazigh an den Präsidenten der französischen Republik betreffs Frankreichs Militärintervention in Mali.An open letter by the Amazigh to the president of the French republic concerning the military intervention by French forces in Mali.

Monsieur le Président,

La France est intervenue militairement au Mali le 11 janvier 2013, officiellement «afin de stopper l’avancée des islamistes armés vers le sud, menaçant Bamako» et de mettre un terme au terrorisme islamiste au MaliNous, organisations et citoyens Français-Amazighs, de culture laïque et profondément attachés aux valeurs de justice, de liberté et de respect des droits humains, avons applaudi l’initiative française dès lors qu’elle visait clairement et seulement à combattre le terrorisme islamiste et le banditisme lié notamment au trafic de drogue.

Cependant, nous observons que la France intervient aujourd’hui pour protéger le «sud-Mali» mais qu’elle est restée indifférente à la présence depuis plus d’une décennie des mêmes islamistes dans le nord-Mali où ils s’adonnaient librement aux rapts, aux crimes et autre  narcotrafic, avec la complicité de certaines autorités maliennes. Les Touaregs avaient appelé en vain, dès le début des années 2000, la France et la communauté internationale pour les aider à éliminer ces groupes maffieux. Il y a là manifestement une politique française de deux poids deux mesures.

Afin de mettre un terme à l’incurie de l’Etat malien, à la marginalisation des populations du nord-Mali et à l’insécurité liée à la présence des islamo-narcotrafiquants dans ce territoire, les populations locales ont créé il y a un an, le Mouvement National de Libération de l’Azawad (MNLA). Dans la mesure où le MNLA a toujours combattu les intégristes islamistes armés (les dernières batailles du MNLA contre les groupes de Al Qaida et du Mujao datent de novembre et décembre 2012 à Gao et Ménaka), dans la mesure où ce mouvement dispose de milliers de combattants volontaires, aguerris et connaissant parfaitement le terrain parce qu’ils y sont nés et y ont grandi et dans la mesure où le MNLA se dit disposé à intégrer ses troupes dans le dispositif militaire dirigé par la France contre les islamistes, pourquoi la France continue t-elle d’ignorer cette offre ? Pourquoi réserve t-elle son dialogue et son soutien au seul gouvernement malien, pourtant illégitime, excluant le MNLA dont l’objectif est conforme au droit international relatif à l’autodétermination et dont l’action armée fait suite au refus de dialogue de l’ancien gouvernement malien ?

Récemment, et notamment depuis que l’armée française a repris quelques localités à l’ouest du Mali, la France a élargi son objectif en ajoutant à la lutte contre le terrorisme islamiste, «la reconquête de l’intégrité territoriale du Mali». Ce nouvel objectif, outre qu’il est illégal en référence au droit international, dévoilerait l’objectif réel de la France qui serait de combattre le MNLA et de prendre le contrôle du territoire de l’Azawad et de ses ressources naturelles sous couvert de lutte contre le terrorisme islamiste.

Il est par conséquent très urgent que la France clarifie sa position et ses objectifs. Nous rappelons que le MNLA est né dans le seul but de défendre les droits et les intérêts des populations de l’Azawad dans le respect du droit international relatif au droit des peuples à disposer d’eux-mêmes. Le conflit qui oppose le MNLA au gouvernement malien est un conflit interne qui doit se régler par un dialogue entre les deux parties concernées, avec l’entremise d’un médiateur neutre et crédible. Dans tous les cas, il est inacceptable que la France continue de soutenir un camp (le Mali) contre un autre (le peuple de l’Azawad) car cela est illégal (notamment en référence au droit international), illégitime et surtout injuste. Si la France maintient sa politique contre les populations de l’Azawad, elle risquerait de provoquer une guerre civile aux conséquences incalculables.

Par ailleurs, nous souhaitons vous alerter M. le Président, sur le fait que le Mali a un voisin, le Niger, presque en tous points identique et où les populations du nord du pays se sont révoltées à maintes reprises et pour les mêmes raisons qu’au nord-Mali. Ces populations suivent avec une grande attention la manière avec laquelle la question de l’Azawad est traitée. Tout parti pris, toute injustice contre l’Azawad ne manquera pas de provoquer des réactions d’indignation et de colère des populations voisines et cousines du nord-Niger et même du sud-Libye. Le conflit risque alors de dégénérer et de déstabiliser l’ensemble de la sous-région. Sans parler des Français Amazighs, près de deux millions de personnes, qui ne manqueront pas d’actionner tous les moyens légaux et démocratiques en vue de faire sanctionner les responsables de toutes les dérives.

Un dernier point M. Le Président, tout le monde vous a alerté sur les actes de représailles susceptibles d’être commis par les soldats maliens qui avancent vers le nord derrière l’armée française. Or, d’après des rapports d’ONG (FIDH, WRH…) et des témoignages des populations, des crimes auraient été commis par l’armée malienne contre des civils, notamment à Niono et Sévaré. Nous vous demandons instamment de condamner fermement les exactions commises par l’armée malienne sur les populations civiles de l’Azawad notamment Touarègues et Maures et de diligenter une commission d’enquête impartiale pour faire toute la lumière sur les faits et le cas échéant, faire juger et sanctionner immédiatement les auteurs des exactions. De toutes les manières, dans le cas où des crimes contre l’humanité seraient avérés, il est clair que c’est la France qui se retrouverait devant la CPI et non le gouvernent malien.

En tout état de cause, la seule méthode juste, crédible et susceptible de conduire à une solution durable, est de réunir le gouvernement malien et le MNLA autour d’une table de négociations pour trouver ensemble la sortie de crise et envisager un futur de paix et de développement. Le MNLA s’est dit prêt à cette rencontre, reste l’accord du Mali. Il est du devoir de la France désormais partie prenante au conflit, de convaincre le gouvernement malien d’accepter dans les plus brefs délais l’ouverture des discussions directes avec le MNLA.

Voilà M. Le Président, l’état de nos doutes, de nos craintes et de nos espoirs. Nous avons entendu vos intentions de tourner le dos à la Françafrique. Nous attendons à présent des faits qui prouvent que vous agissez en démocrate et en faveur de la justice, des droits et des intérêts de l’Afrique et de ses peuples, sans discrimination.

En espérant que vous porterez toute l’attention nécessaire à notre requête, nous vous prions d’agréer, Monsieur Le Président, l’expression de notre haute considération.

Paris, 26/01/2013

- Congrès Mondial Amazigh (CMA)

- Organisation de la Diaspora Touarègue en Europe (ODTE)

- Association Temoust

- Association corso-Berbère

- Association culturelle Amazigh

- Tamaynut-France

- Action Culturelle Amazighe LaiqueMonsieur le Président,

La France est intervenue militairement au Mali le 11 janvier 2013, officiellement «afin de stopper l’avancée des islamistes armés vers le sud, menaçant Bamako» et de mettre un terme au terrorisme islamiste au MaliNous, organisations et citoyens Français-Amazighs, de culture laïque et profondément attachés aux valeurs de justice, de liberté et de respect des droits humains, avons applaudi l’initiative française dès lors qu’elle visait clairement et seulement à combattre le terrorisme islamiste et le banditisme lié notamment au trafic de drogue.

Cependant, nous observons que la France intervient aujourd’hui pour protéger le «sud-Mali» mais qu’elle est restée indifférente à la présence depuis plus d’une décennie des mêmes islamistes dans le nord-Mali où ils s’adonnaient librement aux rapts, aux crimes et autre  narcotrafic, avec la complicité de certaines autorités maliennes. Les Touaregs avaient appelé en vain, dès le début des années 2000, la France et la communauté internationale pour les aider à éliminer ces groupes maffieux. Il y a là manifestement une politique française de deux poids deux mesures.

Afin de mettre un terme à l’incurie de l’Etat malien, à la marginalisation des populations du nord-Mali et à l’insécurité liée à la présence des islamo-narcotrafiquants dans ce territoire, les populations locales ont créé il y a un an, le Mouvement National de Libération de l’Azawad (MNLA). Dans la mesure où le MNLA a toujours combattu les intégristes islamistes armés (les dernières batailles du MNLA contre les groupes de Al Qaida et du Mujao datent de novembre et décembre 2012 à Gao et Ménaka), dans la mesure où ce mouvement dispose de milliers de combattants volontaires, aguerris et connaissant parfaitement le terrain parce qu’ils y sont nés et y ont grandi et dans la mesure où le MNLA se dit disposé à intégrer ses troupes dans le dispositif militaire dirigé par la France contre les islamistes, pourquoi la France continue t-elle d’ignorer cette offre ? Pourquoi réserve t-elle son dialogue et son soutien au seul gouvernement malien, pourtant illégitime, excluant le MNLA dont l’objectif est conforme au droit international relatif à l’autodétermination et dont l’action armée fait suite au refus de dialogue de l’ancien gouvernement malien ?

Récemment, et notamment depuis que l’armée française a repris quelques localités à l’ouest du Mali, la France a élargi son objectif en ajoutant à la lutte contre le terrorisme islamiste, «la reconquête de l’intégrité territoriale du Mali». Ce nouvel objectif, outre qu’il est illégal en référence au droit international, dévoilerait l’objectif réel de la France qui serait de combattre le MNLA et de prendre le contrôle du territoire de l’Azawad et de ses ressources naturelles sous couvert de lutte contre le terrorisme islamiste.

Il est par conséquent très urgent que la France clarifie sa position et ses objectifs. Nous rappelons que le MNLA est né dans le seul but de défendre les droits et les intérêts des populations de l’Azawad dans le respect du droit international relatif au droit des peuples à disposer d’eux-mêmes. Le conflit qui oppose le MNLA au gouvernement malien est un conflit interne qui doit se régler par un dialogue entre les deux parties concernées, avec l’entremise d’un médiateur neutre et crédible. Dans tous les cas, il est inacceptable que la France continue de soutenir un camp (le Mali) contre un autre (le peuple de l’Azawad) car cela est illégal (notamment en référence au droit international), illégitime et surtout injuste. Si la France maintient sa politique contre les populations de l’Azawad, elle risquerait de provoquer une guerre civile aux conséquences incalculables.

Par ailleurs, nous souhaitons vous alerter M. le Président, sur le fait que le Mali a un voisin, le Niger, presque en tous points identique et où les populations du nord du pays se sont révoltées à maintes reprises et pour les mêmes raisons qu’au nord-Mali. Ces populations suivent avec une grande attention la manière avec laquelle la question de l’Azawad est traitée. Tout parti pris, toute injustice contre l’Azawad ne manquera pas de provoquer des réactions d’indignation et de colère des populations voisines et cousines du nord-Niger et même du sud-Libye. Le conflit risque alors de dégénérer et de déstabiliser l’ensemble de la sous-région. Sans parler des Français Amazighs, près de deux millions de personnes, qui ne manqueront pas d’actionner tous les moyens légaux et démocratiques en vue de faire sanctionner les responsables de toutes les dérives.

Un dernier point M. Le Président, tout le monde vous a alerté sur les actes de représailles susceptibles d’être commis par les soldats maliens qui avancent vers le nord derrière l’armée française. Or, d’après des rapports d’ONG (FIDH, WRH…) et des témoignages des populations, des crimes auraient été commis par l’armée malienne contre des civils, notamment à Niono et Sévaré. Nous vous demandons instamment de condamner fermement les exactions commises par l’armée malienne sur les populations civiles de l’Azawad notamment Touarègues et Maures et de diligenter une commission d’enquête impartiale pour faire toute la lumière sur les faits et le cas échéant, faire juger et sanctionner immédiatement les auteurs des exactions. De toutes les manières, dans le cas où des crimes contre l’humanité seraient avérés, il est clair que c’est la France qui se retrouverait devant la CPI et non le gouvernent malien.

En tout état de cause, la seule méthode juste, crédible et susceptible de conduire à une solution durable, est de réunir le gouvernement malien et le MNLA autour d’une table de négociations pour trouver ensemble la sortie de crise et envisager un futur de paix et de développement. Le MNLA s’est dit prêt à cette rencontre, reste l’accord du Mali. Il est du devoir de la France désormais partie prenante au conflit, de convaincre le gouvernement malien d’accepter dans les plus brefs délais l’ouverture des discussions directes avec le MNLA.

Voilà M. Le Président, l’état de nos doutes, de nos craintes et de nos espoirs. Nous avons entendu vos intentions de tourner le dos à la Françafrique. Nous attendons à présent des faits qui prouvent que vous agissez en démocrate et en faveur de la justice, des droits et des intérêts de l’Afrique et de ses peuples, sans discrimination.

En espérant que vous porterez toute l’attention nécessaire à notre requête, nous vous prions d’agréer, Monsieur Le Président, l’expression de notre haute considération.

Paris, 26/01/2013

- Congrès Mondial Amazigh (CMA)

- Organisation de la Diaspora Touarègue en Europe (ODTE)

- Association Temoust

- Association corso-Berbère

- Association culturelle Amazigh

- Tamaynut-France

- Action Culturelle Amazighe Laique

 

Mali: Verwirrender Krieg ohne Fakten / Mali: A confusing war without facts

Ein Artikel von Jean-Paul Marthoz auf dem CPJ Journalist Security Blog: In Mali, a war 'without images and without facts'. Es geht um die Informationspolitik der französischen Armee, die Journalisten und Berichterstattung über die genauen Aktivitäten während der Militärintervention im Unklaren lässt.

Consider this Article by CPJ Journalist Security Blog: In Mali, a war 'without images and without facts',  by Jean-Paul Marthoz. It covers the secretive information policy of the french army to keep most journalists out of the picture on french engagement.

 

FIDH Report: Menschenrechtsverletzungen des Malischen Militärs / FIDH Report: Abuses committed by Malian military

Ein FIDH Report, der sich mit der zunehmenden Anzahl von Menschenrechtsverletzungen des Malianischen Militärs im Rahmen der Gegenoffensive französischer und malischer Truppen gegen die Jihadisten beschäftigt.

An FIDH report on the increasing number of human rights violations committed by the Malian military in the context of the counter-attack led by French and Malian armies against the Jihadists.FIDH is very alarmed by the increasing number of summary executions and other human rights violations committed by Malian soldiers in the context of the counter-attack led by the French and Malian armies against the Jihadists, and calls for the immediate establishment of an independent investigation commission to assess the scope of these abuses and sanction the perpetrators.
 
FIDH has confirmed that a number of summary executions were carried out by the Malian armed forces as of Thursday, 10 January 2013, in particular in Sévaré, Mopti, Niono and other places in the conflict zones. In Sévaré, at least 11 individuals were executed in the military camp, near the bus station and near the hospital. Reliable information report close to 20 other executions in the same area where bodies are said to have been buried very hastily, in particular in the wells. In the Niono region, Malian soldiers killed two Malians of Tuareg origin. We are also being told of other allegations of summary executions in the centre region. Our organisation also wishes to take note of the abduction of the imam Cheik Hama Alourou by Malian soldiers in the evening of 21 January in Gnimi Gnama, a village between Bore and Douentza. In Bamako, during the week of 14 January, the Malian army intimidated a dozen of Tuaregs whose homes they searched, and plundered.The victims of these abuses are people who are accused of complicity with the jihadists or infiltrated elements, persons in possession of weapons, people who have no proof of their identity during military patrols or simply people targeted because of their belonging to certain ethnic groups, common called the “light skins”.This series of grave abuses confirms the concerns that we have been expressing for several weeks. These acts of revenge together with the extreme tensions that exists between the communities constitute an explosive cocktail leading us to fear that the worst could happen, especially in the context of the reconquering the Northsaid Souhayr Belhassen, FIDH President.Although the Malian and French politicians and military officials have repeatedly called for respect of international humanitarian law and human rights within the framework of the counter-attack, FIDH is concerned about the lack of investigations and public information regarding these violations, the difficulty of reaching the zones where abuses are taking place and the lack of sanctions against the perpetrators.These absuses undermine the legitimacy of the operation to restore territorial integrity and must be prosecuted by the national justice, and if required, by the International Criminal Court which opened an investigation on the situation in Mali on 16 January, said Sidiki Kaba, FIDH Honorary President.FIDH urges the Malian and French authorities, as well as the international community, to immediately set up an independent investigation commission to shed light on these serious violations of international humanitarian law and human rights committed by all the belligerents in the Mali conflict, including abuses committed by the armed groups in the North of the country. Our organisation will be publishing information on this area in the very near future.FIDH strongly encourages the urgent implementation of the training on human rights for the armed forces and the operationalisation of specific mechanisms devoted to human rights documentation and protection as provided for in Resolution 2085 of the United Nations Security Council.
 
 
FIDH is very alarmed by the increasing number of summary executions and other human rights violations committed by Malian soldiers in the context of the counter-attack led by the French and Malian armies against the Jihadists, and calls for the immediate establishment of an independent investigation commission to assess the scope of these abuses and sanction the perpetrators.
 

Fox News über Aktionen der amerikanischen und französischen Armee in Mali / Fox News: Article on US and French Army Actions in Mali

Fox News Artikel über das Engagement der USA im Mali-Krieg. Wie das Pentagon verkündete, werden die Vereinigten Staaten für Benzinnachschub aus der Luft sorgen, um das französische Militär weiter zu unterstützen. Consider this article on the US involvement in the Mali war. The Pentagon announced that the United states will be conducting aerial refueling missions to support the French military.

 

Tuareg sind die Sündenböcke der Krise in Mali! / The Tuareg are blamed for the Mali crisis

Ein Interview von Slate Afriques Ambroise Védrines mit Zakiyatou Oualett Halatine von der Vereinigung der Flüchtlinge und der Opfer der Unterdrückung von Azawad (ARVRA).An interview by Slate Afriques Ambroise Védrines with Zakiyatou Oualett Halatine de l'Association des Réfugiés et des Victimes de l'Azawad (ARVRA).

Während sich in Nord-Mali eine Militärintervention anbahnt, wird das Schicksal der Tuaregs von den Sympathisanten der MNLA als besorgniserregend eingeschätzt.(SlateAfrique Interview)

Update vom 22.11.12: laut Philippe Lalliot, Sprecher des Außenministeriums, wird am 22.11.12 im Rahmen der Auflösung des Konfliktes in Nord-Mali, das von bewaffneten islamistischen Gruppen besetzt wird, eine Delegation von Rebellen der Tuaregs der MNLA im Außenministerium in Paris empfangen. Dieses offizielle Treffen mit „hohen Beamten“ des Ministeriums findet auf Wunsch der MNLA (Nationale Bewegung für die Befreiung von Azawad) statt, welche am Mittwoch eine Delegation in die französische Hauptstadt gesandt hat.

Quelle (französisch): Ambroise Vedrines et Kaourou Magassa, Le Maligraphe

Zakiyatou Oualett Halatine ist verantwortlich für die ARVRA (Association des Réfugiés et des Victimes de Repression de l’Azawad - Verein der Flüchtlinge und Opfer der Unterdrückung von Azawad) in Mauretanien. Obwohl sie erklärt, nicht zur MNLA (Mouvement National de Liberation de l'Azawad - Nationale Bewegung zur Befreiung von Azawad) zu gehören, bestreitet sie nicht ihre große Nähe zu dieser Bewegung und den laizistischen Aufständischen, die im April 2012 die Unabhängigkeit von Nord-Mali ausgerufen hatten und daraufhin von den Djihadisten vertrieben wurden. Geboren in der Nähe von Timbuktu, lebt sie heute in der Stadt Nouakchott in Mauretanien, nachdem sie nach eigener Aussage im Februar gezwungen worden war, Mali zu verlassen. Ein Attentat auf ihr Haus in Kati in der Nähe von Bamako veranlasste sie, aus Mali zu fliehen. Die Angst vor Vergeltungsmaßnahmen von Gegnern der Tuareg hält sie davon zurück, nach Mali zurückzukehren.

Auf der Durchreise in Frankreich hat sie sich bereiterklärt, die Fragen von SlateAfrique zu beantworten.

„Ein Völkermord wie in Ruanda“

SlateAfrique: Glauben Sie, dass eine militärische Intervention der richtige Weg ist, um dem Leiden der Völker in Nord-Mali ein Ende zu beenden?

Zakiyatou Oualett Halatine: Die Islamisten müssen in jedem Fall zurückgetrieben werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten dies zu tun, und die beste Möglichkeit ist, sich mit den Völkern vor Ort zu verbünden, die das Gebiet kennen und wissen, wer die Islamisten sind. Ohne sie kann es nicht funktionieren. Nun erscheint mir aber der aktuell eingeschlagene Weg sehr riskant, da er im schlimmsten Fall in einem Völkermord wie in Ruanda enden könnte.
Die malische Armee wurde vollständig aus dem Norden vertrieben, d.h. sie hat keine Möglichkeit, das Gebiet zurückzuerobern. Wir stecken heute in diesen Schwierigkeiten, weil der Staat zugelassen hat, dass sich alles auflöst und schließlich wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen ist.
Ich denke daher, dass es unlogisch ist, der Armee zu sagen, sie müsse den Norden zurückerobern und ihr die Mittel dazu zu geben. In Wirklichkeit sollen sie die Einwohner töten.

SlateAfrique: Völkermord, das ist ein starkes Wort. Befürchten Sie einen Völkermord gegen die Tuaregs?

Z.O.H.: Natürlich! Vor Kurzem habe ich den Einsatz einer Abgeordneten aus Bourem (Aïchata Haïdara, Anm. d. R.) gesehen: für sie sind nicht die Islamisten die Feinde. Natürlich sagte sie zunächst auch, dass sie vertrieben werden müssten. Sie erklärte aber auch, dass die MNLA durch die Hintertür verschwunden sei. Nun fordern die internationalen Instanzen den Dialog, wovon wir Zivilisten überzeugt sind.

SlateAfrique: Bedeutet das, dass eine Rückkehr von Azawad nach Mali letztendlich vorstellbar ist?

Z.O.H.: Wenn es eine Garantie gibt, dass keine Menschen getötet werden und dass ein  demokratisches Rechtssystem eingeführt wird. Man muss nämlich wissen, dass der Staat Mali bis zu dem Moment seines Zusammenbruchs komplett von Korruption zerfressen war. Das ist es, was seine außergewöhnliche, blitzartige Niederlage rechtfertigt. Wir wissen aus Erfahrung, dass die Verträge, die zwischen den Rebellen im Norden und dem Staat geschlossen wurden, eine Lüge für das Volk darstellen.

SlateAfrique: Inwiefern sind sie eine Lüge?

Z.O.H.: Insofern als der Staat den Leuten nie die Wahrheit gesagt hat: als die Armee in den Norden gezogen ist, um gegen die Rebellen anzutreten, bestand sie im Wesentlichen nur aus Tuareg. Und die Menschen, die in den Kämpfen gestorben sind, waren zu 90% Tuareg.
Im Süden vermittelt man den Leuten den Eindruck, dass die Soldaten, die gestorben sind, nur Schwarze waren, und dass die weißen Tuaregs sie getötet haben. Dies hatte zur Folge, dass Tuareg in Bamako ausgeraubt wurden. Es sind sehr schlimme Dinge passiert, und wenn die Menschen weiterhin in einem solchen Hass leben und niemand reagiert, wird es noch schlimmer.
Der Staat kann sich zum Teufel scheren, entschuldigen Sie den Ausdruck, aber er wird mich nicht dazu bringen, mich gegen meine Eltern und meine Freunde zu wenden. Denn es gibt verwandtschaftliche Beziehungen, es gibt alle möglichen Verbindungen zwischen Süd und Nord.
 

Die MNLA wird für die Krise verantwortlich gemacht

SlateAfrique: Sie sprechen viel über die ethnischen Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen, besteht der Unterschied nicht aber vielmehr zwischen den Partisanen des Staates und den Rebellen?

Z.O.H.: Ich wäre froh, wenn es so wäre, aber leider sind es die Tuareg, die heute aus Rache ermordet werden. Die Menschen verstehen den Aufstand als einen Angriff der Tuareg auf sich, und das ist sehr schlimm.
Als zum Beispiel vor dem Staatsstreich die Frauen der Soldaten gegen das Schicksal ihrer Männer protestierten und vor den Präsidenten der Republik (zu dem Zeitpunkt Amadou Toumani Touré) zogen, hätte er ihnen sagen können: „unter den malischen Soldaten, die sterben, gibt es auch Tuareg, ja ein Großteil davon sind Tuareg“. Das hätte die Leute beruhigt, die gegen die Tuareg in Bamako aufgebracht waren.

SlateAfrique: Haben Sie den Eindruck, dass die Tuaregs immer noch als Sündenbock herhalten müssen?

Z.O.H.: Ja, das habe ich. Und diese Situation, in der das Land sich befindet, ergibt sich direkt aus all den Umstürzen, die der Staat erlitten hat. Jeder will mit jedem abrechnen, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Deshalb sagt man den Leuten „das ist der Norden, der Norden, der Norden“.
Meiner Ansicht nach müsste man zuerst das Problem im Süden lösen, es muss bekannt gemacht werden, man muss darüber sprechen. Wenn man daran denkt, dass selbst innerhalb des Militärs Einheiten sich gegenseitig getötet haben, weil die einen Parteigänger des Präsidenten ATT waren und die anderen ihn stürzen wollten… wie viele Personen sind in Bamako umgekommen? Das weiß bis heute niemand. Wie viele Personen wurden eingesperrt?
Außerdem ist bekannt, in welchem Elend die Familien in Bamako leben. Aber die Regierung hat es vorgezogen, dieses Thema zu ignorieren und sich um ein Problem zu kümmern, das eher durch Verhandlungen hätte geregelt werden sollen. Und dann haben sie sich gegenseitig übertroffen, um das eigentliche Problem zu umgehen.

SlateAfrique: Glauben Sie nicht, dass die Probleme in Mali durch den Separationsakt der MNLA noch schlimmer wurden?

Z.O.H.: Nein, das hat nichts verschlimmert, absolut nichts. Es sind einfach nur falsche Ideen, die einen verwirren. Das ist wirklich Propaganda. Ich habe meinem Land 50 Jahre lang gedient, ich bin in Mali geboren, deshalb denke ich, dass ich meinem Land die Wahrheit schuldig bin.

SlateAfrique: Trotzdem haben viele Beobachter die Rolle der MNLA in der Krise hervorgehoben…

Z.O.H.: Was letztendlich zur Krise geführt hat, waren zwölf Jahre schlechter Führung, zwölf Jahre Korruption, zwölf Jahre islamistischer Präsenz und schließlich die Drogenhändler im Norden Malis. Aber niemand hat etwas getan, weil viel Geld im Spiel war.
Alle Mittel waren recht: mit Geiselnahmen wurde haufenweise Geld gemacht. Man weiß nicht, wer davon profitiert hat, um es deutlich zu sagen. Hinterher ist es einfach, einen Sündenbock zu finden, um die Korruption zu vertuschen.

Alors qu’une intervention militaire se prépare au Nord-Mali, le sort des populations touareg est jugé préoccupant par les sympathisants du MNLA

Ancienne ministre malienne du Tourisme et de l’Artisanat sous la présidence d’Amadou Toumani Touré, Zakiyatou Oualett Halatine est aujourd’hui responsable de l’Association des Réfugiés et des Victimes de l’Azawad (ARVRA), en Mauritanie.

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Bien qu’elle se défende d’en faire partie, elle ne nie pas sa grande proximité avec le Mouvement national de libération de l’Azawad (MNLA), rébellion laïque qui avait déclaré l’indépendance du Nord-Mali, en avril 2012, avant de s’en faire évincer par les djihadistes.

Née dans les environs de Tombouctou, elle vit aujourd’hui à Nouakchott en Mauritanie, après avoir été, selon elle, forcée de quitter le Mali au mois de février. Une attaque menée contre sa maison dans la ville de Kati, tout près de Bamako, l’aurait ainsi décidée à fuir le Mali. La peur de représailles anti-Touaregs l’empêche de retourner au Mali.

De passage en France, elle a accepté de répondre aux questions de SlateAfrique.

«Un génocide, comme au Rwanda»

SlateAfrique – Pensez-vous qu’une intervention militaire internationale soit une bonne solution pour mettre un terme aux souffrances des populations dans le nord du Mali?

Zakiyatou Oualett Halatine - De toute façon, il faut déloger les islamistes. Maintenant, il y a plusieurs façons de le faire et la meilleure façon est de s’allier aux populations locales, qui connaissent le terrain, qui savent qui sont les islamistes. Cela ne peut pas se faire sans elles.

Or, l’option prise actuellement me paraît très risquée et peut nous mener vers un génocide, comme au Rwanda, si elle n’est pas bien maitrisé.

Tout d’abord, l’armée malienne a été complètement chassée du nord, ce qui veut dire qu’elle n’a pas la capacité de reconquérir le territoire, car si nous sommes dans ce type de difficultés aujourd’hui, c’est parce que l’Etat a laissé les choses se déliter et qu’il est tombé comme un château de cartes.

Donc dire à cette armée qu’il faut reconquérir le nord, et qu’on lui en donne les moyens, je pense que ce n’est pas logique, et qu’en réalité c’est pour aller faire tuer les populations.

SlateAfrique – Génocide, c’est un mot fort. Vous craignez un génocide contre les Touaregs?

Z.O.H. - Bien sûr ! Récemment, j’ai vu l’intervention d’une députée de Bourem (Aïchata Haïdara ndlr): pour elle les ennemis ne sont pas les islamistes.

Bien sûr elle a commencé par dire qu’il fallait les chasser. Mais elle a aussi déclaré que c’était le MNLA qui était sorti par la petite porte. Or les instances internationales disent qu’il faut le dialogue, ce dont nous les civils sommes convaincus.

SlateAfrique – Cela veut dire qu’on peut envisager, à terme, un retour de l’Azawad dans le Mali?

Z.O.H. - S’il y a la garantie qu’on ne va pas tuer les gens, qu’on va leur donner une certaine démocratie qui n’est que justice.

Car il faut savoir que l’Etat du Mali, jusqu’au moment où il est tombé, était complètement miné par la corruption. C’est ce qui a justifié sa défaite en un clin d’œil, ce qui n’est pas normal pour un Etat. On a vu par expérience que les accords qui ont été signés entre les rebelles au nord et l’Etat malien sont un mensonge à la population.

SlateAfrique – Dans quel sens un mensonge?

Z.O.H. - Dans le sens où  l’Etat n’a jamais dit aux gens la vérité: lorsque l’armée allait au nord affronter les rebelles, elle était composée essentiellement de Touaregs. Et les gens qui mouraient dans les combats étaient à 90% Touaregs.

Au sud, on donne l’impression aux gens que les soldats qui mouraient n’étaient que des noirs et que les blancs Touaregs les tuaient. C’est ce qui a causé le fait que des Touaregs aient été pillés à Bamako.

Des choses très graves se sont passées, et si on amène des gens à une telle haine et que personne ne réagit,  c’est encore plus grave.

L’Etat peut aller se faire voir, excusez-moi du terme, mais il ne va pas me retourner contre mes parents, et mes amis. Car il se trouve qu’il y a des liens de mariages, il y a toute sorte de choses entre le sud et le nord.

Le MNLA tenu pour responsable de la crise

SlateAfrique – Vous parlez beaucoup de différences ethniques entre les populations, mais est-ce que la différence n’est pas plutôt entre les partisans de l’Etat et les rebelles?

Z.O.H. - J’aurais voulu que ce soit comme ça, mais malheureusement, en représailles, c’est les Touaregs qu’on tue aujourd’hui. Cela veut dire que les gens ont perçu la rébellion comme une attaque des Touaregs contre eux, et c’est ça qui est très grave.

Par exemple, avant le coup d’Etat, le jour où les femmes de militaires ont protesté contre le sort de leurs maris militaires et sont allées voir le président de la République (à l’époque Amadou Toumani Touré), il aurait pu leur dire: « mesdames épouses de militaires, parmi les soldats maliens qui meurent, il y a aussi des Touaregs, la majorité même sont des Touaregs». Cela aurait calmé les gens qui étaient énervés contre les Touaregs à Bamako.

SlateAfrique – Avez-vous l’impression que les Touaregs servent toujours de boucs émissaires?

Z.O.H. - Exactement. Et cette situation dans laqeulle se trouve le pays découle directement de tous les coups d’Etat qu’il a subi. Chacun veut régler ses comptes avec l’autre sans avoir à l’expliquer. Donc on dit aux gens «c’est le nord, le nord, le nord ».

Selon moi, il faut d’abord régler le problème du sud, il faut le faire émerger, il faut en parler et en discuter. Quand vous voyez qu’au sein même de l’armée, les bérets rouges et les bérets verts se sont entretués, parce que certains étaient partisans du président ATT et que d’autres voulaient le renverser… combien de personnes sont mortes à Bamako ? Personne ne le sait aujourd’hui. Combien de personnes ont été emprisonnées ?

On sait en plus dans quelle misère vivent les familles à Bamako. Mais le pouvoir a préféré faire l’impasse sur ces questions, pour aller traiter un problème qui aurait dû être réglé par voie de négociation. Et on a fait de la surenchère pour contourner les vrais problèmes.

SlateAfrique – Ne pensez-vous pas que lorsque le MNLA a fait acte de séparation, cela a amplifié les problèmes du Mali?

Z.O.H. – Non, cela n’a rien ajouté, absolument rien. C’est justement des fausses idées comme celles-ci qui font qu’on ne se retrouve plus.

C’est vraiment de la propagande. Moi j’ai servi mon pays cinquante ans, je suis née au Mali, donc je crois que je lui dois la vérité.

SlateAfrique – Beaucoup d’observateurs ont toutefois mis en avant le rôle du MNLA dans la crise...

Z.O.H. – Ce qui a provoqué la crise, ce sont douze ans de mauvaise gestion, douze ans de corruption, douze ans de présence islamiste et de narcotrafiquants au nord du Mali. Mais personne n’a rien fait, car il y avait beaucoup d’argent en jeu.

Tous les moyens étaient bons: des caisses d’argent tombaient du kidnapping des otages. On ne sait pas qui en bénéficiait, disons les choses clairement. Après, pour masquer la corruption, il est facile de trouver des boucs émissaires.

Propos recueillis par Pierre Cherruau, Kaourou Magassa et Ambroise Védrines

 

Tuareg Mali Hintergrund Informationen 2012

Dieses Weblog, letzter Eintrag 16. Oktober 2012,  ist ein guter Anfang, um sich Hintergrundinformationen zur Situation im letzten Jahr zu verschaffen.

Zitat:

"The MNLA began a new revolution on January 17, 2012, and captured the three major cities of Azawad by the end of March 2012 (Gao, Timbuktu, and Kidal).In April 2012, several militant Islamist groups moved in, hijacked the MNLA revolution, and pushed the MNLA out of the cities.  These Islamists have ties to al-Qaida; they have been implementing Sharia law and oppressing the population with flogging, stoning, and amputation of hands and legs."For background information on the situation last year, consider this blog ending October 16th, 2012.

Quote:

"The MNLA began a new revolution on January 17, 2012, and captured the three major cities of Azawad by the end of March 2012 (Gao, Timbuktu, and Kidal).In April 2012, several militant Islamist groups moved in, hijacked the MNLA revolution, and pushed the MNLA out of the cities.  These Islamists have ties to al-Qaida; they have been implementing Sharia law and oppressing the population with flogging, stoning, and amputation of hands and legs."