Der blinde Fleck Kanadas - Gewalt an indigenen Frauen

Vortrag von Monika Seiller von der Aktionsgruppe Indianer und Menschenrechte

Im Rahmen der Fotoausstellung Un/Sichtbar. Frauen überleben Säure.  www.freiburg.de/museen
Dienstag, 15. September | 19:00h |Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, 79098 Freiburg

Der Eintritt kostet 3 Euro.
 

Nicht nur in Indien oder Bangladesh erscheinen die Opfer von Gewalt wie unsichtbar in der öffentlichen Wahrnehmung - dieses Schicksal teilen auch die indigenen Frauen. 1017 indigene Frauen wurden von 1980 bis 2012 in Kanada ermordet, 164 gelten als vermisst und 225 weitere Fälle sind ungeklärt. Diese schockierenden Zahlen bestätigte eine Untersuchung der kanadischen Bundespolizei in ihrem Abschlussbericht von 2014. Bereits 2004 hatten die "Native Women’s Association of Canada (NWAC)" sowie Amnesty Canada auf das erschreckende Ausmaß der Gewalt an indigenen Frauen hingewiesen. Dennoch weigerten sich die Behörden, die Zahlen anzuerkennen. 2013 wies Human Rights Watch nach, dass in vielen Fällen auch die Polizeibehörden in die Gewalt an indigenen Frauen verstrickt sind. Umso überraschender, dass nun die kanadische Bundespolizei selbst die aktuellen Zahlen veröffentlichte. Die jahrelangen weltweiten Proteste zeigen damit erstmals Erfolge.

 
Museum Natur und Mensch, Menschenrechte 3000 e.V.

 

Termin: 

Dienstag, 15. September 2015 - 19:00